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Breko warnt vor weiterem Abbau der Telekom-Regulierung

3. August 2011, 16:21 Uhr | Claudia Rayling | Kommentar(e)
Ralf Kleint, Breko-Präsident: "Der Regulierer muss sehr darauf achten, dass sich in den neuen Märkten für High-Speed-Netze nicht ungesunde Marktstrukturen mit dauerhaft hohen Marktanteilen des Ex-Monopolisten etablieren."
Ralf Kleint, Breko-Präsident: "Der Regulierer muss sehr darauf achten, dass sich in den neuen Märkten für High-Speed-Netze nicht ungesunde Marktstrukturen mit dauerhaft hohen Marktanteilen des Ex-Monopolisten etablieren."
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Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) hält nicht viel vom geplanten weiteren Abbau der Regulierung gegenüber der Telekom. Wie aus der „Marktdatenstudie 2010“ hervorgeht, verfügt der Ex-Monopolist bei Telefon- und Breitbandanschlüssen über ungebrochen hohe Marktanteile.

Auch im vierzehnten Jahr nach der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes werden den Studienergebnissen zufolge noch 91 Prozent aller Telefonanschlüsse im Festnetz über die Infrastruktur der Telekom realisiert – wobei das nach wie vor 65 Prozent der Endkunden direkt mit Telefonanschlüssen versorgt.

Besonders beunruhigt den Breko die Tatsache, dass die Telekom auch bei den Hochgeschwindigkeitsanschlüssen mit einer Bandbreite von 50 MBit/s und mehr einen Marktanteil von 61 Prozent erreichen konnte. „Offenbar gelingt es der Telekom, ihre marktbeherrschende Stellung aus dem traditionellen Anschlussgeschäft auf die neuen Hochgeschwindigkeitsanschlüsse zu übertragen“, stellt Breko-Präsident Ralf Kleint fest.

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  2. „Die Voraussetzung wäre ein selbst tragender Wettbewerb“

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