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Industrie 4.0: Die größten Mythen und Missverständnisse

Industrie 4.0, IoT oder IIoT – Begriffe, die aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken sind. Dennoch fällt es manchmal schwer, ihre Bedeutungen klar zu trennen.

Mythen Bildquelle: © Wongudomwattana-123rf

Der Begriff Industrie 4.0 wurde geprägt von der Forschungsunion der deutschen Bundesregierung. Das Ziel der Initiative: Moderne Informations- und Kommunikationstechnik soll sich mit der industriellen Produktion verknüpfen. Treibende Kraft der Entwicklung ist die rasante Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Das Konzept wurde von verschiedensten Technologieanbietern, Dienstleistern und Unternehmen übernommen – nicht nur im verarbeitenden Gewerbe, sondern auch in anderen Branchen. Bei Industrie 4.0 geht es darum, Unternehmens-Transformation, Innovation und das Internet of Things (IoT) zu verbinden und zu einer globalen, sogar branchenübergreifenden Vision zusammenzuführen. Die Diskussion um die sogenannte „vierte industrielle Revolution“ wird jedoch häufig von Missverständnissen, falschen Auffassungen und Vorurteilen bestimmt.

Industrie 4.0 ist nichts weiter als „Industrial Internet of Things“ (IIoT)
Im täglichen Sprachgebrauch werden „Industrie 4.0“, „IoT“ und „Industrial IoT“ oft synonym verwendet - doch Industrie 4.0 ist vereinfacht gesagt kein technischer Ansatz. Vielmehr geht es darum, Wertschöpfung auf Basis der Digitalen Transformation zu erzielen. Der Wert entsteht dabei aus der Zusammenarbeit mehrerer Partner in unterschiedlichen Ökosystemen entlang der Wertschöpfungskette in der Fertigungsindustrie und zunehmend auch in angrenzenden Branchen.

Charakteristisch sind dafür die Hybridisierung der Produkte, hohe Individualisierung selbst in der Serienfertigung sowie die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse.

Das Internet of Things hingegen ist der Grundstein, der Industrie 4.0 ermöglicht und sollte deshalb als eine Technologie wahrgenommen werden. Diese in den Fokus zu rücken, verfehlt jedoch das eigentliche Ziel von Industrie 4.0: Um Fortschritt und Erfolg von Digitalisierungs- und Industrie-4.0-Initiativen adäquat zu messen, sollte man stets den Blick auf die Geschäftsprozesse und -ergebnisse lenken. Neben der Effizienzsteigerung existierender Prozesse durch Modernisierung zielt Industrie 4.0 vor allem auf die Veränderung von Geschäftsmodellen ab. Unternehmen sollten deshalb ihre ganz individuelle Vision entwickeln, die auf realen Geschäftsproblemen und/oder strategischen Unternehmenszielen basiert. Daür sollten Partner gewählt werden, die technisches IoT- und Branchen-Know-how kombinieren und Unternehmern bereits während der Anfangsphase zur Seite stehen.