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Internet-Trends: Die Datennetze von morgen

Tata Communications betreibt ein Datennetz, über das 28 Prozent aller Internetübertragungen laufen – eine Struktur, die die ganze Welt umspannt. Grund genug für das TK-Unternehmen eine Einschätzung zur Zukunft der Datennetze abzugeben.

Internet Bildquelle: © Iuliia Kvasha - 123RF

Unser Alltagsleben ist mit dem Internet und den bezüglichen Technologien eng verbunden. Beispiele dafür sind Cloud-Computing, vernetzte Kommunikation oder auch Virtual Reality- und Smart Home-Anwendungen. Während der Bereich HTTP im Jahr 2016 das meiste Wachstum verzeichnen konnte, ist der starke Anstieg des SSL-Datenverkehrs mit dem größten Wachstum im Jahr 2017 daher wenig überraschend. Im Gegensatz dazu benötigen Video-Inhalte, deren Wachstum durch Apps wie Skype for Business und Streaming-Dienste wie Netflix angetrieben werden, die meiste Bandbreite. Außerdem lässt sich eine Veränderung in der Medienindustrie beobachten: Auch traditionelle, etablierte Fernsehanbieter orientieren sich zu neuen Verbreitungsmethoden ihrer Programminhalte über die Cloud oder IP-Dienste. Ein Beispiel dafür ist der Medienkonzern Vice Media, die das Netzwerk von genau hierfür verwenden.

Um das Wachstum der Video-Inhalte bildlich auszudrücken, lässt sich am besten eine Schätzung von Cisco anführen: So würde eine einzige Person 5 Millionen Jahre benötigen, um alle Videoinhalte anzusehen, die bis 2020 monatlich in IP-Netzwerken auf der ganzen Welt übertragen werden. Auch wenn internetfähige Apps keine große Bandbreite benötigen, verursacht doch allein die große Anzahl der Geräte, die mit dem Internet verbunden sind, ebenfalls ein fortschreitendes Wachsen des Datenverkehrs.

Instant-Messaging weiter im Aufwind
Wie Menschen miteinander kommunizieren, wird ebenfalls stark vom Internet beeinflusst. Ohne Zweifel hat sich die SMS mit der Zeit in unserem Alltagsleben etabliert. Noch schneller geschah dies aber mit  internetfähigen Apps wie Whatsapp und WeChat. Und das Wachstum geht weiter: Immer noch verdreifacht sich das er Volumen an  Instant-Messaging im Internet jährlich im Verlauf der letzten vier Jahre. Da beim Instant-Messaging hauptsächlich nur Textnachrichten versendet wird, die nur geringe Bandbreiten benötigen, macht Instant-Messaging nichtsdestotrotz nur einen kleinen Teil von dem gesamten Datenaufkommen im Internet aus auch wenn mittlerweile auch Bilder und Videos per Messenger versendet werden.

Das Wachstum des IM-Traffic lässt erkennen, dass Instant-Messaging-Apps auch weiterhin eine große Rolle spielen werden. Die App WeChat wurde am Anfang in China als reine Messaging-App eingeführt, ist heute aber zu einer richtigen Internetplattform geworden, die eine Vielzahl an umfangreichen Funktionen umfasst und heute bereits über 900 Millionen Nutzer vorweisen kann. Um nur einige Beispiele der großen Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten zu nennen: Nutzer können über die App einkaufen, Überweisungen tätigen, Taxis bestellen, Kinokarten reservieren, Termine beim Arzt vereinbaren oder auf der Arbeit in geschlossenen Gruppen zusammenarbeiten.