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IT-Security-Trends 2018: Newcomer treffen auf Dauerbrenner

Sei es durch die EU-DSGVO, den Fachkräftemangel oder das exponentielle Wachstum des Internet of Things – IT-Verantwortliche in Unternehmen stehen 2018 zunehmend unter Druck. Konica Minolta hat die acht wichtigsten IT-Security-Themen des kommenden Jahres zusammengestellt.

Flammen Bildquelle: © Cmon - Fotolia

Ebenso rapide wie sich Technologien weiterentwickeln, steigt der Druck auf IT-Verantwortliche in Unternehmen auch 2018 stetig an. Dabei werden die vielen noch ungelösten Aufgaben in Bezug auf den Start der DSGVO im Mai die ersten Monate des neuen Jahres vielerorts prägen. Doch auch die bereits in 2017 – und teilweise sogar noch davor – brisanten Fragen rund um neue Angriffsziele und Verteidigungsstrategien werden im Jahresverlauf die Agenda dominieren. Experten des IT-Dienstleisters Konica Minolta haben die wichtigsten IT-Security-Themen für die nächsten zwölf Monate benannt.

1. DSGVO: Showdown am 25. Mai 2018
Seit zwei Jahren in Kraft, läuft die Schonfrist am 25. Mai 2018 ab. Bis dahin müssen alle Unternehmen technisch und organisatorisch Sorge dafür tragen, dass die in der DSGVO formulierten verschärften Anforderungen an Schutz und unwiederbringlicher Löschung von Daten sowie der Meldepflicht bei Verstößen umgesetzt werden. Und dies mit Maßnahmen und Sicherheitstechnologien nach dem “Stand der Technik”. Verschiedene Studien legen nahe, dass viele Unternehmen noch nicht vollumfänglich auf den Stichtag vorbereitet sind. Versäumnisse können sie jedoch teuer zu stehen kommen: Mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes – je nachdem, welcher Wert höher ist.

2. Das Ende von Antiviren-Lösungen, wie wir sie heute kennen
Bereits im Jahr 2017 wurden die Expertenstimmen immer lauter, dass das klassische Konzept der Endpoint-Security mithilfe von statischen Antiviren (AV)-Lösungen an ihr Ende gelangt. Durch neue Technologien sowie neue Geräte und verändertes Nutzer- und Angreiferverhalten hat der althergebrachte Ansatz zuletzt zunehmend an Sinnhaftigkeit und Effektivität eingebüßt. An Bedeutung gewinnen werden Systeme, die sich auf Machine Learning und KI (Künstliche Intelligenz)-Technologien stützen und sich weitgehend selbstständig weiterentwickeln, um auch Angriffsarten wie Zero-Day-Exploits beherrschen zu können.

3. Feuerlöscher statt Brandmauer
In einer immer stärker vernetzten Welt richtet das Schutzparadigma, sich und seine Daten hinter buchstäblichen Mauern wie Firewalls abzuschotten, mehr Schaden als Nutzen an. Deshalb ändert sich die Denkweise: Mit einem Angriff wird jederzeit gerechnet. Die Frage ist nicht länger, wie ein solcher zu verhindern ist, sondern vielmehr, wie die Verteidigungsstrategie aussehen muss. Verglichen mit dem Brandschutzkonzept für ein Gebäude steht also nicht mehr die Errichtung von Brandschutzvorrichtungen im Vordergrund, die in der trügerischen Sicherheit wiegen, Feuer erst gar nicht entstehen zu lassen. Sondern die strategisch kluge Verteilung von Rauchmeldern und Feuerlöschern, die eine blitzschnelle Reaktion und Eindämmung bestenfalls noch in der Phase des Schwelbrandes ermöglichen.