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Digital-Change-Studie: Fertigungsindustrie nutzt nicht alle Chancen

Die Fertigungsindustrie zeigt sich als digital reife Branche und ergreift die Chancen der Smart Factory. Bei der Umsetzung serviceorientierter Geschäftsmodelle zögern viele Produktionsunternehmen aber noch – vor allem in Deutschland.

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Um die digitale Reife von Unternehmen zu ermitteln, hat  IFS, Anbieter von Business Software, eine weltweite branchenübergreifende Digital-Change-Studie durchgeführt. Dafür befragte das Unternehmen Raconteur Custom Publishing im Auftrag von IFS weltweit 750 Entscheider aus den Branchen Industrielle Fertigung, Anlagen- und Maschinenbau, Öl und Gas, Luftfahrt und Dienstleistung. Nun veröffentlicht IFS die branchenspezifische Auswertung der Untersuchung für die Fertigungsindustrie. Die 150 Befragten dieser Branche stammen aus den USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Schweden, Norwegen, Dänemark, den Niederlanden, Spanien, Polen, Australien, China, Japan, dem Mittleren Osten und Indien.

Ein zentrales Ergebnis der Auswertung: Die globale Fertigungsindustrie scheint insgesamt eine digital reife Branche zu sein. So siedeln 83 Prozent der Studienteilnehmer aus diesem Segment die digitale Reife ihrer Unternehmen auf einer Skala von eins bis fünf auf den höchsten drei Stufen an. Auf der niedrigsten Stufe sieht sich kein einziges der befragten Produktionsunternehmen. 

Deutsche Unternehmer wollen bis 2022 vollständig auf Industrie 4.0-Prozesse und -Technologien umgestiegen sein. Bildquelle: © IFS

Deutsche Unternehmer wollen bis 2022 vollständig auf Industrie 4.0-Prozesse und -Technologien umgestiegen sein.

Im internationalen Vergleich offenbaren sich jedoch erhebliche Unterschiede. Am digital reifsten sind die Fertigungsunternehmen in Nordamerika, wo sich 55 Prozent auf den beiden höchsten Stufen der Reifeskala sehen. Zum Vergleich: In der EMEA-Region sind das nur 29 Prozent; in der Region Asien-Pazifik sogar nur 21 Prozent.

Weniger positiv als bei der digitalen Reife fällt die Selbsteinschätzung der weltweiten Fertigungsbranche bezüglich ihrer Investitionen in die Digitalisierung aus. Zwar sagen 84 Prozent, ihre Budgets seien "angemessen" oder "förderlich", was zunächst positiv erscheint. Im Vergleich zu den anderen in der Studie untersuchten Branchen sind dies allerdings die niedrigsten Werte.

Als Top-Investitionsgebiet in Sachen Digitalisierung nennen die weltweiten Fertigungsunternehmen Big Data und Analytics. Dennoch nutzen derzeit nur 26 Prozent von ihnen Datenanalysen, um Innovationen schneller voranzutreiben. 58 Prozent geben an, dass sie gerade damit begonnen haben, Datenanalysen zu nutzen, diese aber noch keinen Wettbewerbsvorteil liefern.