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IoT-Studie von Zebra: Handlungsbedarf in Westeuropa

Zebra Technologies veröffentlichte seine erste Studie zu den IoT-Visionen, -Investitionen und -Strategien von Unternehmen. Dabei offenbarten sich sowohl einige auffällige Trends als auch Handlungsbedarf in Westeuropa.

IoT Bildquelle: © freshidea - fotolia

Zebra Technologies, Anbieter von Hardware-, Software- und Analytics-Lösungen für Echtzeit-Transparenz in Unternehmen, hat die Ergebnisse seines ersten „Intelligent Enterprise Index“ vorgestellt. Der Index misst, inwiefern Unternehmen die Kriterien erfüllen, die das vernetzte Unternehmen von heute definieren. Dazu zählen eine Vision und ein Umsetzungsplan für Internet of Things (IoT)-Projekte, sowie eine feste Methode zur Messung des Return on Investment (RoI) dieser Projekte. Die Kriterien wurden von führenden Experten und Entscheidungsträgern aus unterschiedlichen Branchen beim „Strategic Innovation Symposium 2016: The Intelligent Enterprise“ erarbeitet, das Zebra gemeinsam mit dem Technology and Entrepreneurship Center at Harvard (TECH) ausrichtete. Das Fundament eines vernetzten Unternehmens bilden Lösungen, die Technologien wie Cloud-Computing, Mobilität und IoT integrieren, um automatisiert Informationen über Unternehmensgüter zu erfassen. Diese Betriebsdaten, etwa zu Zustand, Position oder Nutzung, werden analysiert und liefern handlungsrelevante Einblicke. Dem richtigen Mitarbeiter zur richtigen Zeit zur Verfügung gestellt, kann dieser auf Basis der Daten handeln und bessere Entscheidungen treffen. Insgesamt wurden in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Mexiko, Brasilien, China, Indien sowie Australien und Neuseeland 908 IT-Entscheidungsträger befragt. Die Unternehmen gehören dabei unterschiedlichen Branchen wie Gesundheitswesen, Produktion, Einzelhandel oder Transport und Logistik an.

Intelligent Enterprise Index Bildquelle: © Zebra Technologies

Fast die Hälfte der befragten Unternehmen erreicht 50 bis 75 Punkte auf dem Intelligent Enterprise Index.

Zusammenfassend ergab die Studie, dass 48 Prozent der befragten Organisationen zwischen 50 und 75 Punkte von maximal 100 auf dem Index erzielten und damit bereits auf einem guten Weg zum vernetzten Unternehmen sind. Nur fünf Prozent erreichten dagegen mehr als 75 Punkte.

Für Westeuropa zeigte sich, dass das IoT mit aller Macht auf dem Vormarsch ist. 25 Prozent der Unternehmen investieren pro Jahr rund 5 Millionen Dollar oder mehr in IoT-Lösungen. Zwei Drittel beabsichtigen sogar, ihre Investitionen in den nächsten ein bis zwei Jahren zu erhöhen. Dabei schätzen 83 Prozent der Befragten ihre IoT-Projekte als bereits zu mehr als der Hälfte abgeschlossen – drei Viertel erwarten den Abschluss der IoT-Implementierung bereits bis zum Sommer 2019. Jedoch fehlt mehr als der Hälfte der europäischen Unternehmen (53 Prozent) ein konkreter Plan zur Umsetzung ihrer IoT-Vision. Im weltweiten Vergleich liegt Europa damit zurück: Weltweit haben nur 39 Prozent keinen Umsetzungsplan. Auch für die Ansprache kultureller Veränderungen im Zuge der IoT-Einführung (34 Prozent) und den Umgang mit Widerstand von Mitarbeitern gegen geplante IoT-Projekte (60 Prozent) fehlen den westeuropäischen Unternehmen Pläne. Sie setzten den Fokus viel mehr auf die Chancen und blenden dabei die Risiken, die eine Implementierung mit sich bringen kann, aus.