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Internet der Dinge: Disruption traditioneller Geschäftsmodelle

Die Fortschritte bei der IoT-Entwicklung führen branchenübergreifend zur Disruption traditioneller Geschäftsmodelle. Um erfolgreich zu bleiben, müssen sich laut einer Studie von Frost & Sullivans Unternehmen unterschiedlicher Branchen zusammenschließen.

Zusammenschluss Bildquelle: © Fotolia

Das Internet der Dinge wächst aufgrund von Fortschritten in der Mikroelektronik und der wachsenden Vernetzung. Die Vielzahl an Möglichkeiten für Zulieferer und Dienstleister über alle Bereiche des IoT-Ökosystems hinweg gibt Anbieter von Unternehmenssystemen und Plattformanbieter die Hoffnung auf eine vielversprechende Zukunft. Auf Verbraucherseite haben Amazon, Google, Apple, Samsung sowie Microsoft ihre Anstrengungen intensiviert, im Rennen um Smarte Haustechnik, gewinnversprechender Privatkunden-IoT und künstlicher Intelligenz, den Markt zu dominieren. Um in diesem stark fragmentierten Umfeld erfolgreich zu sein, ist eine Konsolidierung unausweichlich, Verkäufer und Dienstanbieter wachsen zu großen Unternehmensplattformen zusammen. “Applikationsentwicklungsplattformen sind die Motoren des IoT-Wachstums. Durch die stärkere Integration und Konsolidierung von IoT-Plattformen werden die reibungslose Entwicklung von Lösungen, die Kosten und der Nutzen für die Kunden verbessert,” erläutert Frost & Sullivan Internet of Things (IoT) Research Director Dilip Sarangan.

Die aktuelle Frost & Sullivan Studie mit dem Titel “Growth Opportunities for Service Providers in the Internet of Things (IoT)” prognostiziert einen Anstieg der mithilfe des Internet of Things Geräte auf über 45,31 Milliarden Geräte bis 2023 bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 20,3 Prozent. Darüber hinaus wagt die Studie einige Prognosen in Bezug auf  Akzeptanz, Anwendungen und wichtige Marktteilnehmer.

Fünf Prognosen für das IoT in den nächsten 12-18 Monaten:

  • Übergang von vernetzten Geräten hin zur Nutzung von Cognitive und Predictive Computing sowie so genannter Sentient Tools;
  • Nutzung künstlicher Intelligenz zur Weiterentwicklung von Smart Devices, so dass diese auf Veränderungen der Umgebung ohne menschliches Eingreifen reagieren können;
  • Steigende Akzeptanz von IoT-Plattformen im Geschäftsleben und im privaten Alltag (“commoditization”)
  • Boom bei Einsatz von Drohnen bei der Zustellung von Waren und bei der Überwachung von Großflächenbränden, Mobilfunkmasten und elektrischen Leitungen;
  • Geräte mit hohem Sicherheitsrisiko und Malware, die zu einem Anstieg von Cyberangriffen führen und das IoT zu einem nationalen Sicherheitsrisiko werden lassen.

Wichtig sei in den kommenden Monaten vor allem, an einer Standardisierung zu arbeiten, so Sarangan: “Es ist zwar nicht möglich, Standards für alle Branchen des Internet der Dinge zu schaffen, aber in Bezug auf die Art und Weise, wie Daten gesammelt, gespeichert und über verschiedene Branchen und Anwendungen hinweg kommuniziert werden.”