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Smart Home-Lösungen: Sicherheit dank oder trotz Internet der Dinge?

Nicht zuletzt die Umfragen anlässlich der Bundestagswahl zeigten, dass das Thema “Sicherheit” für die Deutschen eine große Rolle spielt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass auch Smart Home-Lösungen, die zur Absicherung vor Wohnungseinbrüchen dienen, nicht ohne Skepsis angenommen werden.

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Die stetig steigende Zahl an Wohnungseinbrüchen schärft die Sensibilität der Deutschen für häusliche Sicherheit. Laut einer Gfk-Umfrage beschäftigen sich die Verbraucher, bei der Suche nach einem einfach zu bedienenden und zu installierenden Sicherheitssystem zunehmend mit Smart Home-Lösungen. Viele dieser Systeme setzten dabei auf die Vernetzung von Hardware mit dem Internet – das IoT ist damit bei der breiten Bevölkerungsschichten angekommen.

Eine der beliebtesten Anwendungen ist die ferngesteuerte Beleuchtung zuhause, um beispielsweise auch im Urlaub die Anwesenheit simulieren zu können. Dies belegt eine Studie von Philips Lighting. Knapp jeweils ein Drittel der Befragten machen sich Sorgen, dass bei fehlender Beleuchtung Kriminelle und Passanten den vorübergehenden Leerstand des Hause bemerken könnten. In Summe machen sich sogar fast drei Viertel der Verbraucher im Sommerurlaub Sorgen um die eigenen vier Wände. Um dieses Problem zu lösen setzten vor allem junge Bürger auf den Einsatz moderner Technik: Knapp zwei Drittel würden es begrüßen, wenn sie verschiedene Systeme – dazu gehört auch die Beleuchtung – von unterwegs aus per App steuern könnten. Das Stichwort lautet hier “lexible Anwesenheitssimulation”.

Bereits 46 Prozent der Bundesbürger nutzen laut der Untersuchung “Home Automation” von Reichelt Elektronik sogar bereits Smart-Home-Systeme verschiedenster Art. 31 Prozent profitieren dabei von der automatische Steuerung von Heizung, Licht und Rollläden. Stark im Kommen ist auch die Sprachsteuerung, beispielsweise via Amazon Alexa oder Google Home – auch hier vorrangig um die Beleuchtung per Sprache und Fernsteuerung zu regeln (79 Prozent). “Die Vorteile und der Komfort von Sprachsteuerung im Smart Home sowie der Kontrolle der Beleuchtung via App – auch von unterwegs aus – sind vielen Leuten bekannt”, erklärt Thomas Walch, Senior Key Account Manager für WiZ bei TAO. Auf der anderen Seite werden jedoch auch viele kritische Fragen in Sachen Sicherheit gestellt. Viele Menschen seien, so Walch, aus Sicherheitsüberlegung skeptisch wenn es darum geht, das eigene Haus mit dem Internet der Dinge zu verknüpfen.

Das belegt auch eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Dimap: 80 Prozent der Internetnutzer in Deuschland wünschen sich ein offizielles Sicherheitssiegel, das vertrauenswürdige Angebote und Dienstleistung im Internet auszeichnet. Die Umfrage “Internet der Dinge und Smart Home” von Vanson Bourne unterstreicht die Sorgen der Verbraucher, wenn es um das Internet der Dinge geht: 88 Prozent der Umfrageteilnehmer halten den Missbrauch ihrer Daten für möglich. Ganze 92 Prozent sind sogar besorgt, dass ihr vernetztes Haus von Kriminellen gehackt werden könnte. “Der Konflikt zwischen mehr Sicherheit durch Smart Home-Technologie und weniger Sicherheit durch Schwachstellen im Internet der Dinge treibt viele Menschen um. Ich rate daher Verbrauchern, die sich beispielsweise Beleuchtungslösungen anschaffen wollen, die mit dem Internet der Dinge verbunden sind, sich mit dem Sicherheitskonzept der Anbieter zu befassen”, konstatiert Walch. Ein bewährter Ansatz sei hier beispielsweise das Konzept, jede einzelne Lampe und jedes einzelne Leuchtmittel separat an eine Cloud anzubinden. So müsse ein Angreifer jedes einzelne Leuchtmittel hacken, um einen Effekt zu erzielen. Zudem sollten sich Verbraucher vorab informieren, welche Cloud-Anbieter eine Smart-Home-Lösung nutzt. Security-by-Design, dieser Ansatz sollte bei jeder Smart Home-Technologie befolgt werden.