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Gesundes Arbeiten am PC: Ergonomischer Arbeitsplatz als Wirtschaftsfaktor

Mehr als ein Drittel des Lebens verbringen wir im Durchschnitt am Arbeitsplatz, deshalb lohnt sich die Investition in eine gesunde und angenehme Arbeitsumgebung. Es gilt, den Körper im Blick zu haben.

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Wie der aktuelle Fehlzeiten-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK zeigt, gehören zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit Rücken- und Gelenkschmerzen sowie psychische Erschöpfung. Gerade moderne Wissensarbeiter verbringen viel Zeit an Computerarbeitsplätzen, wodurch sie wachsenden körperlichen Belastungen durch zu langes Sitzen und repetitive Bewegungen ausgesetzt sind. Intelligente Konzepte für eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung sind für Unternehmen daher ein wirtschaftlich relevanter Faktor, denn sie steigern die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter und dienen damit der Unternehmenskultur.
 
Die häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit sind Rücken- und Gelenkschmerzen bei den körperlichen Beschwerden (36,2 Prozent) und Erschöpfung bei den psychischen Beschwerden (23,3 Prozent), dies zeigt der aktuelle Fehlzeiten-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), der in Kooperation mit der Universität Bielefeld und der Beuth Hochschule für Technik Berlin herausgegeben wird und jährlich umfassend über die Krankenstandsentwicklung in der deutschen Wirtschaft informiert. Das Ergebnis der repräsentativen Befragung von Erwerbstätigen belegte, dass verbesserte Gesundheit und die Reduktion krankheitsbedingter Fehltage mit einer positiv erlebten Unternehmenskultur einhergehen. Mehr als doppelt so häufig wurde bei negativ bewerteter Unternehmenskultur über körperliche Beschwerden berichtet (66,6 Prozent im Vergleich zu 32 Prozent bei guter Unternehmenskultur). Darüber hinaus hatte nahezu jeder Dritte (31 Prozent) mehr als zwei Wochen pro Jahr im Betrieb gefehlt.
 
Eine angenehme und gesunde Arbeitsplatzgestaltung ist für den Arbeitgeber daher heutzutage zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor und Wettbewerbsvorteil geworden, da diese im wechselseitigen Verhältnis zu einer guten Unternehmenskultur und in Konsequenz der Leistungsfähigkeit und Motivation seiner Mitarbeiter steht. Unternehmen, die für Komfort am Arbeitsplatz sorgen, vermitteln ihren Angestellten das Gefühl der Wertschätzung. Darüber hinaus reduziert ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz entscheidend das Risiko von Belastungsschäden der Muskeln, Gelenke, Sehnen und Nerven (Repetitive-Strain-Injury-Syndrom) sowie einer Berufsunfähigkeit durch Stress, wodurch Unternehmen einen wichtigen Beitrag zu präventivem Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit und nicht zuletzt zur eigenen Wirtschaftlichkeit leisten.