Sie sind hier: HomeTelekommunikation

Mozaiq: Massentauglichkeit des Internet of Things

Mozaiq, ein deutsches Startup, hat es sich zum Ziel gesetzt, das Internet der Dinge für den Massenmarkt tauglich zu gestalten. Auf dem Online-Marktplatz haben Unternehmen die Möglichkeit Endgeräte untereinander und mit verschiedenen Dienstleistungen zu verknüpfen.

Netzwerk Bildquelle: © Fotolia

Bis 2025 wird laut IDC-Prognose jeder Mensch auf der Welt alle 18 Sekunden mit vernetzten Geräten interagieren. Heute ist die Nutzungsrate des IoT jedoch noch gering, da es für Endkunden zu kompliziert umzusetzen ist. Das deutsche Startup Mozaiq, dessen Gründer und Gesellschafter die Konzerne ABB, Bosch und Cisco sind, hat sich daher zum Ziel gesetzt, das Internet of Things massentauglich zu machen.

Axel Godoy, CEO von Mozaiq Bildquelle: © mozaiq

Axel Godoy, CEO von Mozaiq

Dafür stellt das Unternehmen einen offenen Online-Marktplatz bereit, auf dem Verbraucher-Endgeräte untereinander und mit verschiedenen Dienstleistungen verknüpft werden können. Der Marktplatz ermöglicht dabei beliebige IoT/Service-Kombinationen, wodurch es Unternehmen auch möglich sein soll neue Geschäftsmodelle und Services zu entwickeln und zu erweitern – und das bei einem geringen Entwicklungsaufwand. Mozaiq bietet die komplette technische Infrastruktur an und verbindet darüber beliebig viele Endgeräte mit Dienstleistungen.

Der Mozaiq-Marktplatz wird über die Mozaiq-Cloud betrieben. Diese ist nach dem Prinzip “Security by Design” nach deutschem Datenschutz- und IT-Security-Standards entwickelt und wird in einem deutschen Rechenzentrum betrieben.

Auf der IFA 2017 präsentierte das Startup erstmalig Partner aus verschiedenen Bereichen, wie Automotiv, altersgerechte Assistenzsysteme, Smart Home, Sicherheit und Versicherung:

  • Der mozaiq-Partner Cibek bietet speziell für die älterwerdende Gesellschaft die meinPAUL-Lösungsplattform an, um ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu unterstützen. Ein Tipp auf den Hilfe-Button in der hauseigenen App des verknüpften Tablets vermittelt dank mozaiq an einen Telefonagenten.
  • Energiedienstleister Ifena ermittelt aktuelle Verbräuche und Heizkosten, um daraus eine Hochrechnung zu erstellen. Ifena schlägt dem Kunden dann Maßnahmen zur Kostenreduktion vor und hält auf Wunsch automatisch die gewünschte Heizkostenobergrenze ein. Mozaiq ermöglicht die Thermostatsteuerung. Anwender können damit bis zu 30 Prozent Ersparnis erreichen und auch die Umwelt profitiert durch die geringeren CO2-Emissionen.
  • Bosch Healthcare Solutions bietet einen IoT-fähigen Notruf-Service, den Bosch Emergency Assistant. Der Service verbindet an Mozaiq angebundene Sensoren, etwa von Rauchmeldern oder Smartwatches, mit Notfall-Managern in einem Callcenter. Eingehende Notrufe werden durch geschultes Personal bewertet, anschließend werden weitere Maßnahmen wie zum Beispiel eine Mitteilung an Kontaktpersonen oder an Rettungsdienste eingeleitet. Bei den Geräten handelt es sich unter anderem auch um solche, die den Sigfox-Standard unterstützen.
  • Das Haussteuerungssystem free@home von Busch-Jaeger, ein Unternehmen der ABB, verwandelt das Haus oder die Wohnung in ein intelligentes Zuhause. In Verbindung mit Mozaiq und der Firma Tunstall, Anbieter für Kommunikationssysteme, kann eine hilfsbedürftige Person direkt unterstützt werden: Etwa indem zuvor festgelegte Aktionen, wie das Licht anschalten, ausgeführt werden.

Daneben konnten Besucher auf der IFA erste Funktionalitäten der Marktplatzoberfläche testen, indem sie auf Tablets ihre Wunschszenarien selbst zusammenstellten. Nach diesem Verfahren sollen Service-Anbieter wie Versicherer oder Händler künftig mit Mozaiq Bedarfe abbilden und passende Geräte einbinden.