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Berufliche Perspektiven in der Cloud: Was macht eigentlich ein Cloud-Administrator?

Spezialisten mit Kenntnissen rund um die Cloud sind derzeit stark gefragt. In einer dreiteiligen Serie beschreiben Vertreter der TÜV Rheinland Akademie das Aufgaben-Spektrum und die beruflichen Aussichten von Cloud-Spezialisten wie Cloud Administrator, Cloud Developer und Cloud Architekt.

Cloud Management Bildquelle: © fotolia.com

Weil die Datenwolke für Unternehmen wie Öffentliche Hand immer mehr an Bedeutung gewinnt, müssen sich IT-Entscheider und IT-Professionals damit auseinandersetzen, wie sie Schritt halten mit der dynamischen Entwicklung. Gleiches gilt allerdings auch für IT-Spezialisten, die sich für die Anforderungen von heute und morgen wappnen wollen. Um eine praxisnahe Qualifizierung zu erleichtern, hat TÜV Rheinland, Deutschlands größter privater Bildungsanbieter, das erste herstellerunabhängige Cloud-Kompetenzmodell für IT-Entscheider und IT-Professionals entwickelt: In einer dreiteiligen Serie beschreiben Peter Holländer und Mandy Tiedemann von der TÜV Rheinland Akademie das Aufgaben-Spektrum und die beruflichen Aussichten von Cloud-Spezialisten wie Cloud Administrator, Cloud Developer und Cloud Architekt.

Der Weg in die Cloud als Prozess
Im Rahmen der Digitalen Transformation ist die Cloud eine Basistechnologie, in großen Firmen gehört sie längst zum Standard. Meist ist es das Top-Management, das mit der Cloud Kostenvorteile, Ergebnisverbesserungen und Innovationspotenziale verbindet. Weitere klare Treiber sind die Fachbereiche. Kostensenkung, Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeit, eine beschleunigte Produktentwicklung, Standardisierung oder Zentralisierung: Die Liste der Argumente, die für einen Einsatz der Cloud sprechen, ist lang und selbst Skeptiker erkennen sie inzwischen an.

Dennoch plagen sich viele deutsche Unternehmen nach wie vor mit Sicherheitsbedenken, wobei diese bei den verschiedenen innerbetrieblichen Interessensgruppen unterschiedlich ausgeprägt sind. Während Fachfunktionen und Stakeholder aus den Business-Prozessen vor allem beschleunigte Dynamiken für ihr Geschäft sehen, stehen die Funktionen für IT-Sicherheit und Datenschutz dem Thema erfahrungsgemäß eher kritisch gegenüber: Auch weil es in den Unternehmen an Qualifikationen beziehungsweise Spezialisten fehlt, die sich mit der Thematik wirklich auskennen. Angesichts des quasi leergefegten Fachkräfte-Markts werden Unternehmen verstärkt darüber nachdenken müssen, interne Mitarbeiter zu Cloud-Spezialisten weiter zu qualifizieren. Eine Management-Aufgabe, die top-down gesteuert werden muss, denn häufig ist damit nichts weniger als die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens verbunden.

Der Weg in die Datenwolke ist immer auch ein Change-Prozess, denn die Cloud bedeutet loszulassen ohne die Hoheit und Kontrolle über die eigenen Assets abzugeben. Die interne IT nimmt hier die unerlässliche Funktion der Schaltzentrale ein, denn die Anforderungen an den Cloud-Einsatz müssen fachlich richtig gesteuert werden. Dazu bedarf es IT-Know-hows, möglicherweise sind auch neue Prozesse, Kompetenzen und Schnittstellen zu definieren, zugleich aber Technologie und Prozesse des Cloud Providers zu verstehen. Künftig wird es noch wichtiger sein, dass sich die internen IT-Spezialisten mit den Experten aus den Fachbereichen auseinandersetzen und sich auf allen Seiten ein Verständnis der Möglichkeiten und Herausforderungen in der Zusammenarbeit innerhalb der Cloud entwickelt.