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Avanade Studie: Maschinen als Arbeitskollegen?

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Bedeutung der Ergebinisse

Was bedeuten diese Ergebnisse für die Unternehmensführungen? Gemäß der Studie werden die Entscheider neue Fähigkeiten entwickeln müssen, um in einer von Künstlicher Intelligenz geprägten Welt bestehen zu können: Mit 60 Prozent glauben demnach beinahe zwei Drittel der Befragten weltweit beziehungsweise 55 Prozent in Deutschland, dass die Nutzung neuer Technologien wie KI wichtiger ist als klassisches spezialisiertes Wissen etwa in den Bereichen Marketing und Sales. Weitere 53 Prozent sind global der Überzeugung, dass das Management gemischter Belegschaften aus Menschen und Maschinen zu diesen neuen Qualitäten zählt – ein Wert, der in Deutschland mit 50 Prozent annähernd identisch ist.

Robert Gögele, General Manager bei Avanade in Deutschland, Österreich und der Schweiz Bildquelle: © Avanade

Robert Gögele, General Manager bei Avanade in Deutschland, Österreich und der Schweiz

“Mensch gegen Maschine“ hat bei Führungskräften Schrecken verloren
„Die Führungsspitzen in den Unternehmen erkennen das Potenzial intelligenter Automatisierung, denn mit ihrer Hilfe lässt sich die Produktivität erhöhen. Mehr Wert aus Daten, keine stupiden, sich wiederholenden Arbeitsabläufe für wertvolle Mitarbeiter, mehr Innovationskraft – das sind die zentralen Vorteile“, erläutert Robert Gögele, General Manager bei Avanade in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Unternehmenslenker und Entscheider hätten dabei die Angst vor dem Faktor Mensch gegen Maschine überwunden, erläutert Gögele weiter. „Die Erkenntnis reift zunehmend, dass es eigentlich darum geht, dass der ‚Mensch mit Maschine‘ die optimale Lösung ist. Nun müssen Führungskräfte auch ihren Mitarbeitern zeigen, dass die teilweise noch vorhandene Furcht unbegründet ist. Um künftig am Markt wettbewerbsfähig zu sein, ist das Management jetzt in der Pflicht, Visionen und Strategien für eine KI-geprägte Welt zu entwickeln. Wir sprechen dabei auch von einer ‚AI-first World‘. In einer solchen ist es entscheidend, die Mitarbeiter gemäß der neuen Chancen auszubilden und zu trainieren. In Zeiten des Fachkräftemangels ist es ohnehin geboten, die Mitarbeiter von sich stetig wiederholenden administrativen Tätigkeiten zu entlasten. Nur so lassen sich persönliche und berufliche Kompetenzen aufbauen, die das Potenzial intelligenter Automation heben können.“

Avanade legt Führungskräften daher nahe, eine Roadmap zu entwickeln; sie soll Konversationen auf Management-Niveau ermöglichen und Diskussionen mit der gesamten Belegschaft anstoßen, was KI-Technologien und intelligente Automatisierung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeuten.

Begriffsdefinition intelligente Automatisierung
Die Bedeutung intelligenter Automatisierung wurde für die Befragten so festgelegt, dass es sich hierbei um eine Form künstlicher Intelligenz handle, in der Maschinen sowohl das Lernen als auch das Treffen von Entscheidungen sowie die Durchführung einzelner Handlungen den Menschen nachahmen. Die Grundlage dafür seien fortschrittliche analytische Fähigkeiten sowie kognitive Dienste. Als verdeutlichende Beispiele wurden den Studienteilnehmern unter anderem Chat-Bots, Objekt- und Spracherkennung sowie natürliche Sprachverarbeitung genannt.