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Avanade Studie: Maschinen als Arbeitskollegen?

Bei einer Studie von Avanade zeigte sich, dass die Unternehmenslenker einer gemischten Belegschaft aus Mensch und Maschine offen gegenüberstehen. Intelligente Automatisierung ist der Schlüssel für das Erreichen neuer Produktivitätslevel sowie dem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit.

Künstliche Intelligenz Bildquelle: © Fotolia

Eine Studie von Avanade, ein führender Anbieter von digitalen Services, Business- und Cloud-Lösungen sowie designorientierten Anwendungen, zeigt die Notwendigkeit für Unternehmen, Technologien zur intelligenten Automatisierung einzusetzen – und zwar bereits innerhalb der nächsten drei Jahre. Deren Nutzung ist erforderlich, um Produktivität und Innovationskraft auf Touren zu bringen.

Der Studie zufolge waren mehr als die Hälfte aller befragten Entscheider weltweit der Überzeugung, dass intelligente Automatisierung die Arbeitskraft der Menschen eher mit der von Maschinen verbindet als sie ersetzt. Derzeit stecken viele Unternehmen auf einem etablierten Produktivitätslevel fest, an dem klassische Optimierungsprozesse nichts mehr bewirken – hier setzen die Möglichkeiten intelligenter Automatisierung an: Das Erlangen eines Wettbewerbsvorteils ist so möglich, hierzu müssen Unternehmenslenker und Verantwortliche jedoch kulturelle Bedenken zerstreuen: 79 Prozent der Befragten sehen in ihrem Unternehmen Vorbehalte gegenüber Veränderungen, die für die erforderlichen Implementierungen Künstlicher Intelligenz (KI) nötig sind; diese Zahl ist mit 84 Prozent in Deutschland nochmals leicht höher als im Rest der Welt.

Einige der zentralen Erkenntnisse der Studie lauten:

  • 31 Prozent der Firmen nutzen bereits intelligente Automatisierung, diese Zahl wird sich bis 2020 verdoppeln; Deutschland liegt hier mit nur 22 Prozent aktueller Nutzung deutlich zurück
  • 86 Prozent der Entscheider sind überzeugt, ihr Unternehmen müsse intelligente Automatisierungstechnologien innerhalb der nächsten fünf Jahre einsetzen, um bei den technologischen Führern dabei zu sein – die Zahl für Deutschland weicht mit 89 Prozent nur marginal ab
  • Weiterhin gaben die Befragten – 50 Prozent global, 45 Prozent in Deutschland – an, dass sie als zentrale Vorteile mehr Produktivität sehen. Weltweit an zweiter Stelle steht mit 45 Prozent eine verkürzte „Time-to-Market“, wohingegen in Deutschland 59 Prozent erwarten, dass mehr Mitarbeiter für innovative Aufgaben bereitstehen werden
  • Etwas weniger als die Hälfte der weltweit Verantwortlichen – exakt 43 Prozent – glauben, dass intelligente Automatisierung in der vorhandenen Belegschaft Freiräume schaffen wird, um komplexe Aufgaben und Innovationen anzupacken
  • Diese Erwartung teilen auch die Angestellten: In Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten von Amerika wurden Arbeitnehmer befragt, und auch sie denken, dass solche Technologien mehr Raum zur Bearbeitung aufwändiger Tätigkeiten schaffen wird; wenig überraschend erwartet diese Gruppe allerdings sehr wohl, dass dabei eher mehr Arbeitsplätze verloren gehen als geschaffen werden – in Deutschland sehen konkret 53 Prozent der Befragten eine Gefahrenstelle für Jobs