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Digital Workplace: Work is not a Place

Der moderne und digitale Workplace verspricht den Beschäftigten mehr Flexibilität und den Firmen weniger Kosten. Was gilt es zu beachten? Rechnet sich eine flächendeckende Einführung von Cloud-Arbeitsplätzen? ITK-Hersteller und -Anbieter geben Einblick in ihre Ansichten zum Arbeitsplatz der Zukunft.

Arbeiten im Karton Bildquelle: © fotolia.com

Unflexibles Arbeiten unter erschwerten Bedingungen? Immer mehr deutsche Unternehmen denken über die Einführung von "Digital Workplaces" nach, um ihren Mitarbeitern mehr Freiheiten bieten zu können.

Arbeitnehmer und ihre Bedürfnisse ändern sich und mit ihnen ihre Arbeitsplätze. Gehörte es vor nicht allzu langer Zeit noch zum guten Ton, Tag für Tag möglichst lang an seinem Schreibtisch im Büro auszuharren, so ist heute deutlich mehr Flexibilität gefragt: Ein oder mehrere Tage pro Woche Homeoffice erleichtern unter anderem den Spagat zwischen Familie und Beruf. Mit solchen Angeboten können Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels einfacher neue Mitarbeiter gewinnen sowie die Zufriedenheit und damit die Bindung der Angestellten an das Unternehmen erhöhen. Doch auch veränderte Anforderungen im Wettbewerb bewirken einen Wandel. Wenn etwa Vertriebsmitarbeiter Routinearbeiten direkt beim Kunden vor Ort erledigen können, ermöglicht dies schnellere Reaktionen auf Kundenwünsche – das Fundament für eine exzellente Customer Experience. Und Mitarbeiter, die lange Reisezeiten produktiv nutzen, tragen damit nicht zuletzt zu kürzeren Projektlaufzeiten bei.

So verwundert es nicht, dass jedes zweite Unternehmen in Deutschland plant, 2017 virtuelle IT-Arbeitsplätze bereitzustellen, wie die IDC-Studie „Advanced Workplace Strategies in Deutschland 2016“ ergab. Ähnliches gilt für europäische Firmen: Laut aktueller PAC-Studie „Digital Workplace in Europe“ wollen 63 Prozent der Unternehmen in den nächsten zwei Jahren in Technologien für den Arbeitsplatz investieren. Viele IT-Manager betrachten den Digital Workplace sogar als essenziellen Faktor der Digitalen Transformation.

Digitaler Arbeitsplatz verspricht Vorteile für alle
Es spricht viel für den geräteunabhängigen Zugriff auf IT-Systeme – für Anwender genauso wie für die IT-Verantwortlichen. Gerade Digital Natives erwarten, dass ihre Daten und Anwendungen überall und jederzeit zur Verfügung stehen, so wie sie es privat gewohnt sind. Über einen digitalen Arbeitsplatz können sie unabhängig vom Client-Typ arbeiten und greifen einfach auf alle Anwendungen in der Cloud zu. Gleichzeitig erhoffen sich IT-Abteilungen durch digitale Arbeitsplätze signifikante Entlastungen. Zum einen ersetzen kostengünstige Thin Clients teure Laptops und die Betriebskosten sinken. Denn die Arbeitsplatzapplika-tionen können nicht nur – unabhängig vom Endgerät – schneller und einfacher, sondern auch standardisiert zur Verfügung gestellt werden. Das erleichtert die Administration, und die IT-Managementprozesse lassen sich besser optimieren und automatisieren. Zudem schafft der virtuelle Workplace ein großes Plus an Flexibilität: Wächst das Unternehmen, kann die IT-Abteilung binnen kürzester Zeit neue Mitarbeiter hinzuschalten. Genauso unkompliziert ist es, Geräte bei Defekten zu ersetzen. Flexible Nutzungskonzepte wie „Bring Your Own Device“ (BYOD) oder eine rollenbasierte Ausstattung der Mitarbeiter lassen sich mit Arbeitsplätzen aus der Cloud deutlich leichter umsetzen.