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Internet of Things: Arrangeur im IoT

Cumulocity, neuerdings unter dem Dach der Software AG, zählt sich zu den weltweit führenden Plattform-Providern für das Internet of Things. funkschau hat CEO Bernd Groß zur Positionierung des Unternehmens und Entwicklung des IoT befragt.

Bernd Groß, CEO Cumulocity.jpg Bildquelle: © Cumulocity

"Wir sind einfach schon viel länger am Markt als andere."

Bernd Groß, CEO bei Cumulocity

funkschau: Herr Groß, welche Rolle übernimmt Cumulocity im Ecosystem Internet of Things?
Bernd Groß: IoT-Plattformen bilden bildlich gesprochen das Rückgrat des Internet der Dinge. Cumulocity ist in diesem Zusammenhang der weltweit führende unabhängige IoT-Plattform-Anbieter. Das heißt, ganz unabhängig davon, ob ein Unternehmen nun SAP-Systeme inhouse nutzt oder auf andere Anbieter
setzt: Cumulocity spricht dank offener Schnittstellen mit allen bestehenden Systemen und lässt sich besonders schnell integrieren.

funkschau: Der Begriff IoT-Plattform wird ganz unterschiedlich interpretiert, wie lautet Ihre Definition?
Groß: Wenn ich es technisch auf den Punkt bringen soll: Eine IoT-Plattform verbindet Geräte unterschiedlichster Art mit Anwendungen und Geschäftsprozessen. Dabei abstrahiert sie die Verbindungstechnologie wie GSM, Wifi oder LPWAN und die Geräteart. Sie wandelt spezifische Gerätedaten in Geschäftskonzepte um. Ebenso übersetzt sie Aktionen in spezifische Gerätekommandos, sie ist also bidirektional. Neben dieser Verbindungsfunktion sind für eine IoT-Plattform die Fernwartung von Geräten, die Datenvisualisierung und die Automatisierung üblicher Wartungsprozesse grundlegende Funktionen.

funkschau: Als Whitelabel-Anbieter agiert das Unternehmen Cumulocity weitgehend unsichtbar. Wer sind bisher Ihre Kunden?
Groß: Die „Cumulocity IoT Platform“ unterstützt branchenübergreifend derzeit über 1.500 kommerzielle Mandanten mit mehr als 250 Kunden. Als Whitelabel-Lösung ist Cumulocity bereits als Basis der „Cloud der Dinge“ der Deutschen Telekom im Einsatz oder bei der Software AG. Darüber hinaus bauen Kunden wie Eon, Paypal, Gardner Denver mit Compair in Deutschland oder auch die Nespresso-Kaffeemaschinenbetreiber Lyreco auf Cumulocity.

funkschau: Wird sich angesichts der steigenden Nachfrage das Kundenprofil von Cumulocity ändern?
Groß: Ja, zunächst haben wir als Whitelabel-Partner insbesondere Telekommunikationsunternehmen und IT-Dienstleistern ermöglicht, das Internet der Dinge ihren Kunden für unterschiedlichste Anwendungsbeispiele zu erschließen. Zunehmend treten direkt Unternehmen an uns heran. Sie wollen das IoT nutzen, zum Beispiel um Kosten zu senken, den Customer-Service zu verbessern, Produktionsprozesse zu optimieren oder ganz neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.