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Polycom-Umfrage: Tschüss, Großraum!

Warum die Präsenzkultur bald ausgedient hat, greift eine aktuelle Polycom-Befragung auf. Sie zeigt neben Nachteilen flexibler Arbeitsmodelle auch die Vorteile, zum Beispiel: Arbeitnehmer und Arbeitgeber profitieren gleichermaßen, wenn sich Unternehmen von klassischen Arbeitsmodellen verabschieden.

Mann Büro Bildquelle: © kantver / fotolia.com

Angetrieben von globaler Konkurrenz, immer kürzeren Innovationszyklen und dem digitalen Wandel sehen sich immer mehr Unternehmen damit konfrontiert, alte Arbeitsmuster zu überdenken. Den Wettbewerb um begehrte Talente entscheiden häufig diejenigen für sich, die ihren Mitarbeitern mehr Freiräume bieten.

Mehr Produktivität und höhere Lebensqualität
Die Zahlen sprechen für sich: Dürfen Arbeitnehmer in Deutschland entscheiden, von wo aus sie ihre beruflichen Aufgaben erledigen, haben sie automatisch eine bessere Kontrolle über ihre Work-Life-Balance (71 Prozent der Befragten) als diejenigen, die Tag für Tag im Büro anwesend sind. 51 Prozent der Studienteilnehmer gaben zudem an, dass sie im Homeoffice produktiver arbeiten können. 45 Prozent nutzen flexible Arbeitszeiten, um körperlich fit zu bleiben oder Hobbies nachzugehen. Weitere 41 Prozent profitieren davon, Kindererziehung und Beruf besser unter einen Hut zu bringen, während sich 21 Prozent der Pflege kranker Angehöriger widmen können.

Allerdings sind längst noch nicht alle Beschäftigten hierzulande bekennende Fans der Telearbeit: Haben sie die Wahl, arbeiten 42 Prozent der Befragten am liebsten im Einzelbüro, nur 39 Prozent bevorzugen tatsächlich Homeoffice, Cafés oder den Park. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: 60 Prozent der deutschen Studienteilnehmer befürchten durch flexible Arbeitsmodelle und der „Always-On-Mentalität“ ungewollt Mehrarbeit leisten zu müssen. Gleichzeitig sind sie jedoch überzeugt, dass sich diese Problematik durch klare Richtlinien seitens des Arbeitgebers leicht aus dem Weg räumen lässt.

Die Studie wurde von Polycom in Auftrag gegeben und von Morar Consulting durchgeführt. Dafür wurden 25.234 Konsumenten aus zwölf Ländern befragt, darunter 2.015 aus Deutschland. Die anderen teilnehmenden Länder waren Australien, Brasilien, China, Frankreich, Indien, Japan, Kanada, Russland, Singapur, USA und das Vereinigte Königreich.