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Sieben Tipps für das richtige Verhalten: Der Japan-Knigge

Eine falsche Geste und das Geschäft ist geplatzt? Das kann in Japan durchaus vorkommen, denn Höflichkeit und Umgangsformen sind hier besonders gefragt. Um Fettnäpfchen zum Beispiel auf der CeBIT aus dem Weg zu gehen, gibt es im Folgenden sieben Tipps für das richtige Verhalten.

Japan Partnerland CeBIT 2017 Bildquelle: © Deutsche Messe

Der Umgang miteinander im Geschäftsleben läuft in Japan nach strengeren Regeln und formeller ab als in vielen anderen Ländern, wie die deutsche Auslandshandelskammer in Japan (AHK Japan) erläutert. Von westlichen Geschäftsreisenden werde zwar nicht erwartet, dass sie sich wie Japaner verhalten, doch sollten sie einige Grundregeln beachten, welche Vogel Business Media im Folgenden zusammengestellt hat.

"Kleider machen Leute" gilt besonders in Japan
"Kleider machen Leute", heißt es bei uns, und auch in Japan wird sehr auf das Erscheinungsbild geachtet. Speziell im Geschäftsleben sind Anzug und Krawatte für Herren beziehungsweise Kostüm oder Hosenanzug ohne tiefen Ausschnitt für Damen ein Muss. Dazu gehören gepflegte Schuhe und – auf keinen Fall zu vergessen – Socken oder Strümpfe ohne Löcher. Denn beim Betreten von traditionellen Restaurants, Tempeln, Arztpraxen, Toiletten und manchmal von Umkleidekabinen in Kaufhäusern heißt es: Schuhe aus. Dass es notwendig ist, erkennen Sie daran, dass Pantoffeln für Sie bereitstehen.

Im Geschäftsleben spielt zudem die Pünktlichkeit eine große Rolle. Besser ist es, fünf oder zehn Minuten zu früh zu kommen. Wenn sich eine Verspätung auch nur von wenigen Minuten abzeichnet, sollten Sie Bescheid geben.

Bei der Begrüßung ist traditionell eine Verbeugung üblich; die Tiefe der Verbeugung bestimmt die Stellung in der Hierarchie. Für Ausländer sind die Regeln laut AHK Japan weniger streng, es genügt, mit einem deutlichen Nicken eine Verbeugung anzudeuten. Manchmal reichen die Japaner Ausländern zur Begrüßung auch die Hand, es ist aber nicht unbedingt die Regel. Im Zweifelsfall sollten Sie das Verhalten des Geschäftspartners abwarten.

Ein Muss sind Visitenkarten und der pflegliche Umgang damit. Wie in anderen Ländern Asiens gibt und nimmt man die Visitenkarten mit beiden Händen, und zwar so, dass das Gegenüber sie lesen kann. Die AHK Japan empfiehlt zudem, die Visitenkarte aufmerksam zu lesen, einen Kommentar abzugeben oder eine Frage zu stellen. Wer an einem Tisch sitzt, sollte die Karte dort ablegen, ansonsten steckt man sie nach einer Weile ein – aber auf keinen Fall in die Hosentasche.