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IT-Sicherheit Trends: Sicher durch das Jahr 2017

2016 stellte sich als durchaus erfolgreiches Jahr für die Cyber-Kriminalität heraus und machte deutlich wie unausgereift die IT-Sicherheit vielerorts noch ist. Fünf Trends für die IT-Sicherheit, die Sie nicht nur im Jahr 2017, sondern dauerhaft vor möglichen Cyber-Angriffen schützen.

Bildquelle: © serpeblu - fotolia

Mehrere gelungene Hacker-Angriffe, auch auf große Unternehmen wie Yahoo und “AdultFriendFinder.com” oder auf Regierungseinrichtungen, wie das U.S. Department of Justice im Februar 2016, bei dem 10.000 Daten vom Homeland Security Mitarbeitern gehackt wurden, machten es deutlich wie unausgereift die IT-Sicherheit vielerorts noch ist.

Dabei liegt es oft nicht daran, dass es an Sicherheitsstrategien fehlt, sondern, dass diese das alte Paradigma des Verteidigens in der Burg einnehmen – was in einer voll vernetzten Welt mit diversen Subdienstleistern und Lieferanten nicht mehr funktioniert. Von der Verwendung von Sicherheitstechnologien, die für Netzwerke und Anwendungen für die Herausforderungen der 90er Jahre entwickelt wurden bis hin zu Passwortschwächen bei Mitarbeitern oder mangelnden Patch-Prozessen, leiden viele Unternehmen an zahlreichen Sicherheitslücken, die Hacker sich leicht zu Nutze machen können.

Mit diesen fünf IT-Sicherheitstrends können Sie sich nicht nur im Jahr 2017, sondern dauerhaft vor möglichen Cyber-Angriffen schützen:

1. Nicht alleine auf Sicherheitstechnologien setzen

Sicherheitstechnologie alleine reicht heutzutage nicht aus. Durch weitreichende Vernetzungen in Unternehmen über mehrere Geräte, Ortschaften und Abteilungen hinweg, sowie mit Sub-Dienstleistern, Lieferanten und Anbietern von Cloud-Services kann keine schützende Mauer mehr gezogen werden, die alle Bereiche effektiv abdeckt. Zudem dienen diese Technologien nur als erste Hürde. Unternehmen müssen es sich deshalb zum Ziel setzten, die Hauptursache der Sicherheitslücken oder -Probleme zu erkennen und diese rechtzeitig zu eliminieren. Das beinhaltet durchaus die Nutzung von Technologien, erfordert aber zusätzlich auch die Schulung von Mitarbeitern und die Einführung von unternehmensweiten effektiven Sicherheitsprozessen. Der Faktor Mensch spielt hierbei eine zentrale Rolle, denn nur wenn alle die vorgegebenen Sicherheitsprozesse verstehen und einhalten, kann ein rundum Schutz gewährleistet werden.

2. Das Sicherheitsproblem Passwörter abschaffen

In einer zunehmend mobilen Arbeitslandschaft, und einer Welt in der Phishing-Kampagnen sowie Malware immer ausgefeilter werden, ist sichere Authentifizierung ein Schlüsselthema. Die meisten Unternehmen und ihre Mitarbeiter verlassen sich dabei oft noch auf das alte Passwort-System und unterschätzen dabei das Sicherheits-Risiko. Das beste Passwort nützt nichts, wenn es Angreifern bekannt ist (durch Phishing oder den Hack einer Seite auf der dieses auch verwendet wurde). Insofern sollten Unternehmen unbedingt Passwörter mit einem weiteren Faktor absichern. Multi-Faktor-Authentifizierung senkt das Risiko einer Kompromittierung aufgrund von Passwörtern und bietet z.B. durch Push-Tokens einen hohen Komfort und damit eine hohe Benutzerakzeptanz. Zudem ermöglicht sie die Umsetzung einer Gerätetrennung – sofern aus rechtlichen Gründen notwendig.