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Simultaninterview: Nachhilfe für das intelligente Haus

Smart-Home ist in aller Munde, aber noch nicht in allen Haushalten. Führende Player in Deutschland beziehen Stellung.

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Urban Bastert, Leiter Kommunikation bei AVM Bildquelle: © AVM

Urban Bastert, Leiter Kommunikation bei AVM

AVM

Frage 1: Trotz guter Argumente entwickelt sich Smart-Home in Deutschland nur langsam. Behindert die Vielzahl an Technologieansätzen die Marktentwicklung?

Urban Bastert: Es besteht definitiv kein Mangel an Technologieansätzen. Ein weiterer Ansatz ist eher nicht notwendig. Mit den Technologien, die bereits zur Verfügung stehen, lässt sich nahezu alles realisieren, und die Anwender haben bereits heute eine Vielzahl an Möglichkeiten. Nicht zuletzt durch ihr Kaufverhalten haben die Kunden durchaus Einfluss auf die Industrie und die weitere Entwicklung.

Frage 2: Welche Existenzberechtigung hat Ihre Lösung? Mit welchem Alleinstellungsmerkmal beziehungsweise Nutzen wollen Sie die Anwender überzeugen?

Bastert: Unsere Fritzbox ist ein etabliertes Produkt und schon sehr weit verbreitet, benutzerfreundlich und sicher. Sie bietet eine Vielzahl an Schnittstellen und verfügt über die notwendige Leistung, um auch die Aufgaben eines Smart-Home-Gateways zu übernehmen.

Frage 3: Was halten Sie von einem gemeinsamen „Königsweg“ fürs Smart-Home – Stichwort Interoperabilität? Um welche Schnittstellen beziehungsweise Kooperationen bemühen Sie sich konkret?

Bastert: Wir sehen Interoperabilität und den offenen Wettbewerb der Anbieter als Schlüssel zum Massenmarkt. Noch sind die Schritte auf diesem Königsweg klein und schwierig, aber lohnenswert. Wir sind bereits den Schritt gegangen und haben mit einem externen Partner eine ULE-Lösung erarbeitet.

Frage 4: Haben Sie Angst vor Google beziehungsweise Apple aus den USA?

Bastert: Warum? Die großen Player haben die Zugkraft den Smart-Home-Markt massentauglich zu machen.

Frage 5: Welche Rolle spielt das Thema Datenschutz für die Akzeptanz von Smart-Home-Lösungen. Können Sie daraus für Ihre Lösung einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Google oder Apple ableiten?

Bastert: Die Kunden machen hier keine Kompromisse. Das bedeutet, dass sie statt Cloud-basierter Lösungen lieber die volle Kontrolle über ihre Daten haben wollen. Mit unseren Produkten ist das möglich, ebenso wie der sichere Zugriff von unterwegs.