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M2M/Smart-Energy: Powerline vernetzt die Industrie 4.0

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Saubere Datenraten bei geringer Störstrahlung

Bei der Übertragungsrate ist die Power-line-Technologie inzwischen in die 1.200-MBit-Klasse vorgestoßen. Möglich wurde dieser Gigabit-Leistungssprung dadurch, dass neuere Lösungen zusätzlich zu Phase und Neutralleiter nun auch den Schutzleiter zur Datenübertragung nutzen, sodass aktuelle MIMO-Technik die jeweils opti-male Kabelpaarkonstellation verwenden kann. Bei Devolo beispielsweise sorgt die Unterstützung durch „range+“ außerdem für höhere Reichweiten von bis zu 400 m.

1.200 MBit/s lassen in jedem Fall genug Luft für den weiteren Ausbau, auch wenn der Nettodurchsatz geringer ausfällt als die nominelle Bruttodatenrate. Störfaktoren können die Leistung zwar beeinträchtigen, doch Einschränkungen wie Mehrfachsteckdosen in Serie sind bei Industrieanlagen kaum Teil eines realistischen Szenarios. Das Thema Störstrahlung auf bestehende Funknetze hat man in den Griff bekommen. Die aktuellen Geräte nutzen Frequenzen zwischen 2 und 68 MHz und arbeiten klaglos parallel zu WLAN-Installationen.

Fazit: Intelligent messen und intelligent vernetzen

In jedem Fall bleibt die Energiedatenerfassung im Vergleich zum Audit die richtige Entscheidung. Management-Software, M2M-Technologie und Messtechnik selbst stellen in der Praxis meist die wenigsten Schwierigkeiten. Für die Datenkommunika-tion ist die Powerline-Technologie in einer Industrie, die 4.0 werden will, eine sehr erwägenswerte Option – vor allem dann, wenn man die Umbaumaßnahmen im digitalen Wandel so gering wie möglich halten will.