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Unternehmen durch Normenrevision zu Anpassungen verpflichtet: ISO 9001 stellt Weichen im Qualitätsmanagement um

Qualität ist ein Begriff, der sich im täglichen Leben immer wieder findet. Verbraucher und Kunden haben eine eigene Vorstellung von Qualität. Die Bedeutung ist für jeden unterschiedlich. Nichtsdestotrotz ist sie ein wichtiges Kriterium beim Kauf oder der Verwendung eines Produktes sowie bei der Inanspruchnahme einer Dienstleistung. Für Unternehmen geht der Begriff der Qualität viel weiter.

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Um gute Qualität zu liefern, muss eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigt werden: Produkte und Dienstleistungen, die den Kundenanforderungen entsprechen, eine hohe Wirtschaftlichkeit der Prozesse oder die Beachtung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wie Gesetze, Meinungsbildung und vieles mehr.

Revidierte ISO 9001 verändert Qualitätsmanagement

Als Grundlage im Qualitätsmanagement (QM) dient die branchenneutrale Norm DIN EN ISO 9001, welche voraussichtlich zum September 2015 in grundlegend überarbeiteter Form gültig sein wird. Rund 40 Prozent der bestehenden Norm ISO 9001:2008 verändern sich. Für Unternehmen entstehen daraus der Bedarf und die Dringlichkeit eines Anpassungsprozesses ihres bestehenden QM-Systems an die neuen Rahmenbedingungen. Dabei muss sich das Qualitätsmanagement den betrieblichen Gegebenheiten anpassen und sich entwickeln. Ein vorgefertigtes oder schlüsselfertiges System, das sich über jede Organisation einfach überstülpen lässt, gibt es nicht. Welche Änderungen bringt demnach die Revision der DIN ISO 9001, welchen Einfluss hat die Überarbeitung auf das QM-System und an welchen Stellschrauben müssen Unternehmen drehen, um sich für die Zukunft aufzustellen?

Strukturelle Änderungen

Eine wesentliche Änderung der ISO 9001 betrifft die neue „High Level Structure“. Mit ihr verwenden die Entwickler von Normen zukünftig die gleiche Kapitelstruktur und einheitliche Terminologien. In allen Managementsystem-Normen werden gleiche Kapitelüberschriften und Haupttexte genutzt. Die Normen DIN EN ISO 14001 und DIN ISO 27001 haben ebendiese Struktur bereits im ersten Quartal 2015 übernommen. Durch die Anpassung erhalten die Systeme eine hohe Kompatibilität zueinander.