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Interview: Den Unternehmen fehlen IT-Security-Verantwortliche

Alle zwei Jahre führt (ISC)² - ausgesprochen ISC squared - eine globale Studie zur Situation von Fachkräften in IT-Security-Abteilungen von Unternehmen durch. Die Mehrheit der Befragten klagt über zu wenig Personal.

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Die "(ISC)² Global Information Security Workforce Study" ist eine der wenigen Untersuchungen, die sich speziell mit der Situation von IT-Verantwortlichen in der Informationssicherheit beschäftigt. Sie wird alle zwei Jahre von den Analysten des Marktforschungsunternehmens Frost & Sullivan erhoben. Neben (ISC)² werden die Auguren dabei unter anderen von den Technologie-Beratern von Booz Allan Hamilton unterstützt. Rund 14000 Antworten erhielten die Analysten. An der Studie beteiligten sich auch 346 IT-Security-Verantwortliche aus Deutschland. Dass es sich bei der Studie um eine etablierte, regelmässige Untersuchung handelt, zeigt die grosse Zahl an Teilnehmern, die nicht (ISC)²-Mitglieder sind (317). Durch eine Zertifizierung von (ISC)² werden IT-Security-Verantwortliche automatisch Mitglieder einer Organisation, die als weltweit grösste Gemeinde von Informationssicherheitsexperten gilt.

Am stärksten drückt der Schuh an der Zahl der benötigten IT-Security-Fachkräfte. Noch am besten stehen Banken und Finanzunternehmen da. In anderen Branchen sieht es schlechter aus. 76 Prozent der Befragten sowohl aus dem Gesundheits- als auch dem Bildungssektor suchen händeringend Personal. Und die IT-Manager sollen einiges auf dem Kasten haben. Es reiche nicht mehr aus, einfach nur mit fachlichem Know how den Job zu machen, meint Adrian Davis, Managing Director EMEA bei (ISC)². 91 Prozent der Befragten sehen vor allem kommunikative Fähigkeiten an erster Stelle des Anforderungsprofils. Davis steht im Interview Rede und Antwort.