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M2M / Internet-of-Things: Wie wird aus dem Internet der Dinge Realität?

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Der Beitrag der OSGi Alliance

Schichtenmodell einer OSGi-Architektur Bildquelle: © OSGi Alliance

Schichtenmodell einer OSGi-Architektur

Die OSGi Alliance hat in Kooperation mit anderen Industrieforen eine weitere Abstimmung von Spezifikationen vorgenommen, die auf eine standardisierte Geräteabstraktion abzielt. In die OSGi-Spezifikation zum Device-Abstraction-Layer ist über Workshops mit Standardisierungsorganisationen und die konkrete Zusammenarbeit mit HGI auch Input von weiteren wichtigen Akteuren wie ETSI eingeflossen. Derzeit findet diese Spezifikation auch Beachtung bei der Entwicklung einer gemeinsamen Ontologie, die von der Europäischen Kommission unter SMART 2013/0077 in Auftrag gegeben wurde. Weitere Aktivitäten der OSGi Alliance im Bereich IoT umfassen bereits Spezifikationen zu Cloud mit „Platform as a Service“ (PaaS) und die Entwicklung von „OSGi enRoute“, einer Rahmenplattform zur Entwicklung von modularen Anwendungen auf Basis der OSGi-Architektur.

Um den Entscheidungsprozess so transparent wie möglich zu gestalten und eine Kooperation mit anderen Organisationen zu vereinfachen, lassen sich alle Dokumente öffentlich einsehen und kommentieren. Der Nutzen der modularen Architektur der OSGi vom Backend bis zur Einbindung von Endgeräten und deren Fernmanagement innerhalb einer dynamischen IoT-Landschaft wird aus Darstellungszwecken – die Alliance redet immerhin von eingebetteter, nicht sofort sichtbarer Technologie – in einer Demo aufgezeigt. Der Kern dieser Demo, die nun regelmäßig und auf Anfrage erweitert wird, wurde im Oktober 2014 gelauncht. Neue Geschäftsmodelle und Produkte können damit getestet sowie öffentlich positioniert werden.

In 2015 werden diese Aktivitäten verstärkt und die Spezifikationsbereiche entsprechend der Industrieanforderungen erweitert. Dies umfasst dabei Themengebiete wie Datenmanagement und -prozesse, Sicherheitsanforderungen, industrie- und protokollübergreifende Konnektivität von Geräten, Gateways, Sensoren und Aktoren, die Virtualisierung und Modularisierung von IoT-Diensten, sowie die Anbindung an die Cloud, inklusive der Anbindung an bereits existierende Managementsysteme und –protokolle.

Wichtig dabei ist, dass Kooperationen von Standardisierungsorganisationen nicht nur das Ökosystem erweitern, sondern Mehrwert bieten. Je flexibler und dynamischer auf neue Anforderungen – von Kommunikationsprotokollen über Anwendungen und Dienstleistungen bis hin zu Sicherheitsupdates – eingegangen werden kann, desto größer wird das breite Marktinteresse. Mobilität und individuelle Anpassungen auf die eigenen Bedürfnisse sind dabei
der Schlüssel zum Erfolg. Erste auf diesen Kooperationen basierende Lösungen sind bereits auf dem Markt, weitere werden bald folgen.