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Mehr Cloud, mehr Speed: So schafft die IT den Wandel zum Digital-Enabler

Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran und bringt neuartige Player wie Uber oder Whatsapp hervor, die mit IT-basierenden Geschäftsmodellen traditionelle Branchen herausfordern. Welche Entwicklungen hier in Gang kommen und wie Unternehmen und ihre IT damit umgehen, diskutierte am 5.2. der Presse-Roundtable IT-meets-Press unter dem Titel "Digitale Transformation: Wie Unternehmen mit neuen Geschäftsmodellen den Wandel meistern" in München.

Christoph Witte; Patrick Quellmalz, Voice e.V. Anwenderverband; Tolga Erdogan, Dimension Data; Dr. Johannes Helbig, SOA Innovation Lab; Werner Reuss, Microsoft; Thomas Stöcker, NTT Data; Dr. Carlo Velten, Crisp Research; Wolfgang Miedl Bildquelle: © It meets Press

Christoph Witte; Patrick Quellmalz, Voice e.V. Anwenderverband; Tolga Erdogan, Dimension Data; Dr. Johannes Helbig, SOA Innovation Lab; Werner Reuss, Microsoft; Thomas Stöcker, NTT Data; Dr. Carlo Velten, Crisp Research; Wolfgang Miedl

Kein Lebens- und Wirtschaftsbereich bleibt von der digitalen Umwälzung verschont – das war der Tenor der Podiumsrunde, die sich vor zahlreichen IT- und Wirtschaftsjournalisten im Münchner Parkcafe zusammenfand. Den einführenden Vortrag hielt Dr. Carlo Velten vom Analystenhaus Crisp Research, die weiteren Teilnehmer der Runde kamen von den IT-Anwenderorganisationen SOA Innovation Lab und VOICE e.V., den beiden IT-Dienstleistern Dimension Data und NTT Data sowie dem Softwarehersteller Microsoft.

Drei Angriffspunkte der Digitalisierung
"Der strategischen Auseinandersetzung mit dem ersten Fokus wird sich kein Unternehmen entziehen können, unabhängig von der Branche, denn die Digitalisierung löst die hergebrachten Industriestrukturen auf und verschiebt die Position eines Unternehmens in der Wertschöpfungskette, oft dramatisch", betonte Helbig. Neue Geschäftsmodelle erforderten neue IT-Strukturen in den Unternehmen: Wo Wertschöpfungsnetzwerke über Unternehmensgrenzen hinweg neu verknüpft werden sollen, erleben modulare, service-orientierte Architekturkonzepte als Voraussetzung gerade eine Renaissance. Gleichzeitig ermöglichen sie laut Helbig die Flexibilität, die man angesichts ungewisser neuer Märkte der Zukunft benötige: Entwicklungszyklen von fünf Jahren seien zum Explorieren neuer Geschäftsmodelle keine Option.

Das sehen IT-Dienstleister offenbar ganz ähnlich. Um IT-Abteilungen auf die Digitale Transformation auszurichten, müssen sie flexibler werden, sagte Tolga Erdogan, Director Solutions & Consulting beim IT-Dienstleister Dimension Data: "Ein sinnvoller Schritt, um diese Herausforderungen zu meistern, ist die Zweiteilung in Tanker und Schnellboote. So erreicht die Organisation die notwendige Flexibilität, um parallel zum Betrieb neue Ideen ohne Risiko auszuprobieren. Die IT muss sich flexibel und modular organisieren, um disruptive Technologien zu integrieren und entsprechende Services bereit zu stellen."