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Kommentar: Industrie muss mehr Cloud wagen

Schon seit Jahren ist die Cloud in ihren unterschiedlichen Ausprägungen allgegenwärtiges Gesprächsthema. Das ändert sich auch in diesem Jahr nicht. Mit dem Schlagwort Industrie 4.0 erhält sie neuen Auftrieb. Josef Glöckl-Frohnholzer, COO und CSO von Zimory, erklärt, worauf es in diesem Jahr bei der Cloud ankommt.

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Josef Glöckl-Frohnholzer, COO und CSO von Zimory Bildquelle: © Zimory

Josef Glöckl-Frohnholzer, COO und CSO von Zimory

Die Wolke ist bereits in vielen Unternehmen angekommen und in ihren Geschäftsstrategien fest integriert. Nun gilt es, sie effektiv für die eigenen Ziele zu nutzen. Neue Potenziale eröffnet die Cloud besonders dem produzierenden Gewerbe und der Fertigungsindustrie im Rahmen einer „Industrie 4.0“-Strategie. Dieses Schlagwort flammte in den letzten zwei Jahren verstärkt auf und hat sich zum neuen Trendthema in Wirtschaft und ITK-Branche entwickelt. Soll diese industrielle Evolution der Produktionsprozesse hin zur vollständig vernetzten und intelligent agierenden Smart Factory gelingen, müssen Unternehmen offen sein für neue Technologien. Experten sehen gerade am Standort Deutschland den Know-how-Vorsprung durch veraltete Technik gefährdet. Größtes Hemmnis wie auch schon bei der Cloud: die Sicherheit.

Cloud als Basistechnologie

Dabei bietet die Wolke als etablierte Lösung heute bedarfsgerechte Modelle mit unterschiedlichen Sicherheitsmerkmalen. Die Cloud war noch nie so sicher wie heute. Zudem gilt sie als eine der Basistechnologien, um die riesigen Datenvolumen von Industrie 4.0 beherrschbar zu machen. Die Vernetzung aller Komponenten und Maschinen innerhalb einer Fabrik generiert Unmengen von Daten. Und dabei ist an der Unternehmensgrenze noch nicht Schluss. Im Zuge der Globalisierung und einer ausgeprägten Lieferanten- und Zuliefererstruktur in Deutschland vernetzen sich auch Betriebe untereinander und tauschen über Unternehmensgrenzen hinweg Daten aus. Auch dafür bietet die Cloud in Form einer I4.0 Community Cloud ein bedarfsgerechtes und sicheres Szenario. Sie birgt das Potenzial, innerhalb von Industrie 4.0, für eine Partnerlandschaft verschiedene Prozess- und Sicherheitsstandards zu etablieren und diese langfristig – auch über nationale Grenzen hinweg – durchzusetzen. Dazu muss die Sicherheitsarchitektur auf jedem Layer den jeweiligen Herausforderungen entsprechen. Nur auf diese Weise wird es gelingen, sichere Prozesse auf allen Ebenen der Wertschöpfungsketten langfristig zu realisieren und schützenswerte Daten und Assets abzusichern.