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Studie zur Wahrnehmung der Digitalisierung: Chancen der Digitalisierung überwiegen

Der größte Teil der Deutschen ist der Ansicht, die Digitalisierung verändere Wirtschaft und Gesellschaft mindestens so stark wie die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert. So das Ergebnis einer Studie des Bitkom zur Wahrnehmung der Digitalisierung in der Bevölkerung.

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Mehr als vier von fünf (82 Prozent) Bundesbürgern vertreten die Meinung, der Einfluss der Digitalisierung auf Wirtschaft und Gesellschaft mindestens sei so stark wie die Auswirkungen der industrielle Revolution im 19. Jahrhundert. Danach sind fast zwei Drittel (65 Prozent) überzeugt, die Digitalisierung berge alles in allem mehr Chancen als Risiken. 79 Prozent stimmen sogar der Aussage zu, das Internet sei "einfach toll".

„Die Menschen spüren, dass die Digitalisierung immer mehr Lebensbereiche erfasst und zunehmend ihren Alltag verändert“, sagte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf beim 3. Bitkom Trendkongress in Berlin. Die Umfrage zeige, dass die Bürger die Vorteile des digitalen Wandels erkennen, ohne die Herausforderungen zu ignorieren. So sind zum Beispiel drei Viertel der Befragten der Ansicht, dass die Digitalisierung Arbeitsplätze in traditionellen Branchen gefährdet. Gleichzeitig sind mit 71 Prozent fast ebenso viele der Meinung, durch die Digitalisierung würden viele neue Jobs entstehen.

Infolge des digitalen Wandels messen die Befragten der IT-Branche eine größere Bedeutung zu als noch vor einigen Jahren. Bei der Frage nach den drei wichtigsten Industriebranchen für die deutsche Wirtschaft liegt der Automobilbau mit 60 Prozent der Nennungen mit Abstand vorne, gefolgt von den Energieversorgern mit 48 Prozent. Die IT-Branche kommt mit 35 Prozent auf den dritten Rang und hat im Vergleich zu einer Bitkom-Umfrage aus dem Jahr 2008 einen Platz gut gemacht. Nach der IT-Branche folgen die Pharma-Industrie (28 Prozent) sowie Banken und Versicherungen (26 Prozent).

Deutlich gestiegen ist auch die Attraktivität der IT-Branche als Arbeitgeber. 57 Prozent der Befragten finden die Branche als Arbeitgeber für sie persönlich attraktiv oder sogar sehr attraktiv. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 sagten das erst 34 Prozent. „Die Umfrage hat gezeigt, dass die IT-Branche als Arbeitgeber sehr positiv eingeschätzt wird“, sagte Kempf. Vier von fünf (82 Prozent) Befragten geben an, die IT-Branche biete interessante Tätigkeitsfelder. 70 Prozent stimmen der Aussage zu, in den Unternehmen würden flexible Arbeitszeitmodelle gefördert. 59 Prozent sind der Ansicht, die Unternehmen hätten insgesamt ein sehr gutes Image als Arbeitgeber. 52 Prozent halten Jobs bei IT-Unternehmen für relativ sicher vor Stellenabbau.