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Interview mit Paessler zum Thema Netzwerk-Überwachung: "Monitoring of Things"

Das Netzwerk bildet als Kommunikationsbasis das Rückgrat für immer mehr Geschäftsprozesse. Engpässe oder Ausfälle können den Unternehmenserfolg nachhaltig beeinträchtigen. Durch das Internet-of-Things gewinnt das Thema Netzwerk-Monitoring zusätzlich an Brisanz.

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Fabian Konitzko, Business Development DACH bei Paessler Bildquelle: © Paessler

Fabian Konitzko, Business Development DACH bei Paessler

m2mXpert: Herr Konitzko, welche speziellen Herausforderungen entstehen für das Netzwerk-Monitoring durch die Machine-to-Machine-Kommunikation?

Fabian Konitzko: Bisher waren IT und Produktion komplett voneinander getrennt. Maschinen sind bislang abgekapselte, autarke "Wesen", die nur bedingt mit ihrer Umgebung kommunizieren. Bei Problemen leuchtet beispielsweise ein orangefarbenes Lämpchen auf der Maschine, woraufhin der zuständige Techniker zunächst zur Maschine laufen muss, um dort den Schaden zu analysieren und zu beheben. Wenn Maschinen kommunizieren, erfolgt dies über eigene Systeme in ihrer eigenen Sprache. Die große Herausforderung ist jetzt, die Maschinensprache in IT-Protokolle zu übersetzen, um die Maschinenwelt an die IT anbinden zu können und so den Maschinen die Kommunikation mit der Welt außerhalb der Produktionshalle zu ermöglichen.

m2mXpert: An welchen Punkten im Netzwerk ist besondere Aufmerksamkeit geboten?

Konitzko: Entscheidend wird die Schnittstelle zwischen IT und Produktion sein. Dort muss es gelingen, die beiden Welten zusammenzuführen, die Kommunikation zwischen diesen Welten zu ermöglichen und dabei alles im Blick zu haben. Diesen umfassenden Blick auf Produktion und IT kann eine intelligente Monitoring-Lösung bieten.

m2mXpert: Was bringt eine intelligente Netzwerküberwachung dem Anwender?

Konitzko: "Zentraler Leitstand" ist das Schlüsselwort: Der IT werden mit dem "Internet of Things" und dem Konzept der "Industrie 4.0" gerade völlig neue Aufgaben zugewiesen. Um das handhaben zu können, kann eine Gesamtübersicht den entscheidenden Vorteil bringen.

Darüber hinaus ermöglicht eine intelligente Monitoring-Lösung ein granulares Alarmierungs- und Benachrichtigungs-System, das einerseits rechtzeitig alarmiert, um Schäden vorzubeugen, andererseits aber nur dann einen Alarm absetzt, wenn es auch wirklich nötig ist. Idealerweise lassen sich mehrere Komponenten im Monitoring als so genannte Business-Prozesse zusammenfassen: So kann der Administrator über Ausfälle nicht-systemrelevanter Komponenten informiert werden; ein Alarm wird aber nur ausgelöst, wenn der komplette Prozess betroffen ist.

Schließlich kann die richtige Monitoring-Lösung auch die zentrale Komponente bei der Netzwerk- und Prozess-Optimierung sein. Langfristig gesammelte Daten über Auslastung und Performance bilden die Grundlage aller Optimierungsmaßnahmen.