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Social-Engineering: Top 10 der Facebook-Betrugsmaschen

Die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin Taylor Swift hat ihre Anziehungskraft als Köder für Betrugsversuche verloren. Ihr angebliches Sexvideo, das sich über Facebook verbreitet hatte, ist nicht mehr länger in der Liste der zehn erfolgreichsten Betrugsfallen zu finden.

Bildquelle: © Bitdefender

Das angebliche Sexvideo von Country-Star Tayler Swift gehört nicht mehr zu den zehn erfolgreichsten Facebook-Betrugsmaschen.

Taylor Swift ist zwar mittlerweile nicht mehr in der Betrugsliste zu finden, Rihanna bleibt aber weiterhin das beste Zugpferd für Betrugsversuche, bei denen Malware mit Prominenten als „Köder“ über soziale Netzwerke verbreitet wird.

Die „kostenlose“ Reise nach Disneyland ist ebenfalls nicht mehr länger in der Liste vertreten, Betrugsversuche à la „ich weiß, wer dein Profil aufgerufen hat“ verteidigen aber weiterhin ihren Spitzenplatz mit rund einem Drittel aller Vorkommnisse. Im Juli letzten Jahres konnten die „kostenlosen Disneyland-Eintrittskarten“ die „Profil-Stalker“ mit tausenden Betroffenen auf die Plätze verweisen [1].

Betrugsmaschen, bei denen angeblich das Facebook-Farbschema verändert werden kann, sind heute weltweit verbreitet und machen 7,38 Prozent des Aufkommens aus.

„Warum sind Menschen trotz aller Sicherheitswarnungen immer noch neugierig zu erfahren, wer ihr Profil besucht hat?“, fragt sich Catalin Cosoi, Chief Security Strategist bei Bitdefender. „Ich gehe davon aus, dass sie die Apps für harmlos halten. Ein perfektes Beispiel für das so genannte Social-Engineering, ein anspruchsvolles Verwirrspiel, bei dem die richtigen Knöpfe im Kopf gedrückt werden. Dabei ändern sich mit der Zeit zwar die Köder – Stalker, Spanner, Bewunderer, anhängliche Freundinnen oder Ex-Partner, die einen verfolgen – es gibt jedoch einen ganz einfachen Grund, warum es immer wieder funktioniert: die menschliche Natur.“

Die Neueinsteiger unter den erfolgreichsten Betrugsmaschen locken mit kostenlosen Facebook-Shirts (4,21 Prozent). Fans, die sich ein T-Shirt mit dem Markenlogo erhoffen, müssen stattdessen betrügerische Umfragen ausfüllen oder installieren auf ihren Computern schädliche Add-ons, die ihre sensiblen Daten abgreifen. Ein weiterer Neuankömmling ist eine Betrugsmasche, bei der Nutzer mit unversiegelten Produktgeschenken geködert werden (2,41 Prozent).

In den letzten Jahren hat die Zahl der Facebook-Betrügereien analog zum Wachstum des sozialen Netzwerks stark zugenommen. Bitdefender hat die zehn häufigsten Maschen in einer Liste zusammengetragen, aus der auch ihre Anteile und betroffenen Länder ersichtlich werden.