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Roundtable Unified-Communications & Collaboration: Maßanfertigung versus Lösung von der Stange

Fortsetzung des Artikels von Teil 3.

Alcatel-Lucent: Die User-Experience ist entscheidend

ené Princz-Schelter,  Director Presales  Central, North & Eastern Europe bei Alcatel-Lucent Bildquelle: © Alcatel-Lucent

René Princz-Schelter, Director Presales Central, North & Eastern Europe bei Alcatel-Lucent

René Princz-Schelter, Director Presales Central, North & Eastern Europe bei Alcatel-Lucent: "UCC macht Mitarbeiter produktiver und gibt ihnen jederzeit und überall schnellen Zugriff auf Informationen. Das sollte jedoch die traditionelle Festnetz-Telefonie mit einschließen. Das ist jedoch nicht immer der Fall.

Applikationen und Tools für die Unternehmenskommunikation haben nicht Schritt gehalten mit der User-Experience, die immer mehr definiert, wie Menschen in der digitalen Welt zusammenarbeiten. Alcatel-Lucent kündigt heute neue Kommunikationsfunktionen an, mit denen Unternehmen ihren Mitarbeitern diese moderne User-Experience bieten können, indem sie ein Umfeld für die Zusammenarbeit schaffen, das die Effizienz der Arbeit erhöht. Gleichzeitig profitieren sie von neuen Möglichkeiten, die IT-Kosten zu kontrollieren.

„Alcatel-Lucent OpenTouch 2.0“ verändert die User-Experience durch eine ganze Palette an Funktionen für Unified-Communications & Collaboration. Diese neuen Funktionen bieten nativen Support für Video, sie fügen sich ganz natürlich in den Desktop ein, erweitern die Mobilfunktionalität durch Unterstützung mehrerer Endgeräte pro User mit einer einzigen Lizenz und bieten noch bessere Telefonie-Optionen für Unternehmen, deren Geschäft nach wie vor maßgeblich vom Telefon abhängt.

Die Architektur von Opentouch integriert alle Elemente der Unified-Communications auf einer einzigen Plattform (All-in-One). Sie bietet Optionen für den sanften Übergang von der digitalen Telefonie zu IP, SIP oder cloudbasiertem Unified-Communications. Als multimodales Kommunikationswerkzeug gibt Opentouch dem Nutzer die Freiheit, jederzeit zwischen den verschiedensten Medien und Endgeräten hin- und herzuwechseln, ohne die Kommunikation zu unterbrechen.  

Opentouch bietet eine hochwertige User-Experience, die Mitarbeiter unterstützt und motiviert, und führt so zu höherer Produktivität und schnellerem ROI. Intuitiv zu bedienende Applikationen reduzieren den erforderlichen Trainingsaufwand und beschleunigen den konsequenten Einsatz der Anwendungen, so dass Unternehmen schnell die gewünschten Vorteile hinsichtlich Produktivität und Kostenersparnis erzielen.

Alcatel-Lucent Enterprise bietet mit seiner einzigartigen, konsequent vereinheitlichten Architektur eine hervorragende User-Experience, das alle Elemente von UC&C auf einer einzigen Plattform vereint. Opentouch hilft unseren Kunden und Partnern dabei, Unified-Communications dort einzusetzen, wo ihr Geschäft und ihr Kundenservice wirklich davon profitieren. Opentouch öffnet die Kommunikation nach außen, erhöht den Wert der traditionellen Kommunikation und erweitert die Möglichkeiten um BYOD und die Mobilkommunikation. Das ermöglicht den Unternehmen eine verbesserte Interaktion mit ihren Mitarbeitern und Kunden, während es gleichzeitig die Implementierung und die Kostenkontrolle vereinfacht."

Frage 1: UC beziehungsweise UCC sind im Enterprise-Bereich, beispielsweise bei DAX-Unternehmen, bereits gelebte Praxis. Woran scheitert bisher die Umsetzung von UCC-Konzepten bei KMUs beziehungsweise im Mittelstand?

Princz-Schelter: Die Einführung von UCC-Lösungen für große Unternehmen ist häufig mit einem erheblichen technischen Aufwand verbunden. Auch der notwendige Consulting-Aufwand ist nicht zu unterschätzen.

Frage 2: Geschäftsführer, IT-Abteilung, Personalabteilung oder die Mitarbeiter – wer sind die Treiber für die Einführung von UCC-Arbeitsumgebungen in den Unternehmen?

Princz-Schelter: Allgemein geht es bei UCC um die User-Experience. Die Art und Weise der Kommunikation ist zum einen durch den Consumer-Markt getrieben. Im privaten Umfeld wird seit Jahren in Multiparty-, Multimedia- und Multi-Device-Art kommuniziert – ein starker Treiber für die Unternehmenskommunikation. Andererseits wächst der Druck auf Unternehmen, die Arbeitsabläufe effektiver zu gestalten. Beides zusammen treibt UCC im Unternehmensumfeld.

Frage 3: Wie viel beziehungsweise was hat UCC mit Unternehmenskultur zu tun und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für den Erfolg von UCC-Projekten? Wo lauern organisatorische Probleme?

Princz-Schelter: Ein häufiger Fehler ist, dass sich die Nutzer bzw. das Unternehmen an die UCC-Lösung anpassen sollen. Das ist falsch. Die UCC-Lösung findet dann Akzeptanz, wenn sie zum Nutzer passt, nicht umgekehrt. UCC soll sich in die Unternehmensprozesse integrieren und so für Flexibilität und Effizienz sorgen. Nicht selten ist eine langsame Migration notwendig. Das ist speziell im Mittelstand sehr wichtig. All-in-One-Systeme machen es leichter.

Frage 4: Die Anforderungen von Unternehmen an die Kommunikation sind individuell und zum Teil branchenabhängig. Was ist beim Einsatz von UCC-Lösungen von der Stange – beispielsweise aus der Cloud – zu beachten?

Princz-Schelter: Cloud bedeutet nicht zwangsläufig „von der Stange“. Große Carrier-Lösungen ziehen ihren Nutzen aus einem hohen Maß an Standardisierung und Selfservice. Das ist nicht für alle die beste Lösung. Der Personal-Cloud-Ansatz trifft viel eher ins Schwarze. Egal, ob als Cloud oder als On-Premise-Lösung, bietet die Personal-Cloud einen guten Evolutionspfad, dass klassische Kommunikationssysteme mit neuen Services angereichert werden.

Frage 5: UCC wird in der Regel in bestehende ITK-Umgebungen nachgerüstet. Ist bei der Auswahl einer Lösung der Best-of-Breed-Ansatz ratsam oder sollte man sich auf einen Hersteller konzentrieren?

Princz-Schelter: Beides hat seine Vorteile, langfristig ist Best-of-Breed sicher nicht falsch. Es kommt dabei sehr auf die Schnittstellen an. Best-of-Breed bringt außerdem neue Service-Herausforderungen auf den Tisch. Da sind die Systemhäuser gefragt.