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TK-Anlagen: klassisch vs. virtuell: TK-Anlagen nicht gegen die Wand fahren

Fortsetzung des Artikels von Teil 10.

Fünf Fragen: Unify

Jan Hickisch, Vice President Global Solution Marketing, Unify Bildquelle: © Unify

Jan Hickisch, Vice President Global Solution Marketing, Unify

Frage 1: Wie hat sich das Interesse am Thema „Sicherheit“ durch die Ereignisse der letzten Monate (Stichwort NSA-Skandal) verändert?

Jan Hickisch, Vice President Global Solution Marketing, Unify: Sicherheit war in der Vergangenheit schon ein wesentlicher Punkt bei der Entscheidung für eine TK-Lösung. In den vergangenen Monaten ist dieser Aspekt noch wichtiger geworden. Gerade bei Cloud-basierten Services spielen Parameter wie der Standort der Rechenzentren des Anbieters verstärkt eine Rolle.

Frage 2: Welche Sicherheits-Anforderungen stellen Anwender?

Hickisch: Anwender möchten ihre Daten gegen Angriffe von außen absichern. Insbesondere beim Thema Datentransfer und speziell, wenn UC-Funktionen mobil genutzt werden, sind Unternehmen besonders vorsichtig. Um die Risiken zu minimieren, sollten Unternehmen  Mitarbeiter für diese Thematik weiter sensibilisieren und gleichzeitig passende technische Lösungen implementieren.

Frage 3: Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um die Sicherheit Ihres TK-Systems zu gewährleisten?

Hickisch: Bei IP-basierter Sprachkommunikation und UC-Anwendungen greifen wir auf Verschlüsselungstechnologien zurück. „OpenScape Voice V7“ unterstützt das Secure-Real-Time-Transport-Protocol (STRP) und sichert so die Kommunikation ab. „OpenScape Web Collaboration“ transportiert Daten und Sprache mit TÜV SÜD-zertifizierter End-to-End-Verschlüsselung.

Frage 4: Was sind die Unterschiede in der Sicherheit von klassischen gegenüber IP-TK-Anlagen? Wie verhält es sich bei On-Premise vs. Cloud?

Hickisch: Moderne Infrastrukturen arbeiten nicht isoliert, sondern stehen in Verbindung zu zahlreichen anderen Systemen. Hierdurch entstehen neue Risiken im Rechenzentrum, gegen die sich Unternehmen mit mehrschichtigen, speziell darauf abgestimmten Konzepten absichern können. Bei Cloud-Services übernimmt der Provider diese Absicherung.

Frage 5: Der Branchenverband Bitkom warnte kürzlich vor der Gefahr durch Dialer. Wie können Unternehmen sich am besten schützen?

Hickisch: Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter für diese Sicherheitsthematik sensibilisieren. Um das Risiko von Dialern zu minimieren, ist es notwendig, starke Passwörter für integrierte Anrufbeantworter festzulegen. Häufig werden aber gar keine oder nur schwache Zugangscodes verwendet. Auch Sperrlisten für bestimmte Nummern eigenen sich als präventive Maßnahme gegen Dialer.