Sie sind hier: HomeTelekommunikation

Prism-Skandal: Microsoft und Google verklagen USA

Mircosoft und Google wollen zusammen gerichtlich gegen den amerikanischen Staat vorgehen, um mehr Informationen zur Datenweitergabe an US-Behörden veröffentlichen zu können.

Bildquelle: © NSA
Google und Microsoft wollen mehr Daten zu PRISM veröffentlichen

Oft stehen sich Google und Microsoft im IT-Umfeld als direkte Konkurrenten unversöhnlich gegenüber, im Zuge des Prism-Skandals arbeiten beide Unternehmen jedoch aktuell zusammen. Wie Microsofts oberster Jurist Brad Smith in einem Blogeintrag erklärt, wollen die beiden IT-Riesen gegen den amerikanischen Staat klagen. Google und Microsoft wollen damit erreichen, offener mit Informationen bezüglich der Datenweitergabe an US-Behörden umgehen zu können. "Unsere beiden Unternehmen sind weiter über den bestehenden Widerwillen der Regierung besorgt, uns die Erlaubnis zu erteilen, ausreichende Daten bezüglich des 'Foreign Intelligence Surveillance Act' zu veröffentlichen", so Smith. Der Zweck der nun angestrengten Klagen sei, das Recht für die Veröffentlichung weitere Daten zu erhalten.

Laut Smith ist die Zusage der Regierung, einmal im Jahr die Zahl der Datenanfragen seitens der NSA für die vergangenen zwölf Monate zu veröffentlichen, ein guter Anfang. "Aber die Öffentlichkeit verdient und die Verfassung garantiert mehr als diesen ersten Schritt", so der Jurist. Die Unternehmen wollen beispielsweise Informationen veröffentlichen, die klar die Anzahl der Anfragen bezüglich Inhalten von Nutzern aufzeigen wie beispielsweise den Text einer E-Mail.

Smith stützt seine Forderung auf das in der amerikanischen Verfassung verankerte Gesetz auf freie Meinungsäußerung. Die beiden Unternehmen wollen dem Gesetz nachkommen, ohne dabei Sicherheitsinteressen der USA zu verletzen.