Interview mit Jens Mayer, Projektleiter De-Mail von der Telekom Fragen und Antworten zu De-Mail

Interview mit Jens Mayer,
Projektleiter De-Mail von der Telekom

De-Mail im Überblick

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Frequently asked questions

Frequently Asked Questions

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten über De-Mail: die rechtlichen Grundlagen, die Vorteile, wie man sich regestriert und vieles mehr...

Nützliche Links zum Thema De-Mail

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Auf Nummer sicher

De-Mail sorgt für das sichere Versenden von Nachrichten im Internet – und macht die elektronische Übermittlung verbindlich, vertraulich und nachweisbar.

Pro Tag erhält jeder deutsche Nutzer durchschnittlich 25,7 E-Mails. Das ergibt eine Studie von Contactlab. Insgesamt werden in Deutschland täglich etwa 1,1 Milliarden E-Mails empfangen. Vor allem im Berufsalltag ist das schnelle, kostengünstige Medium beliebt. Doch wenn es um den Versand wichtiger oder vertraulicher Dokumente geht, setzen Unternehmen und Behörden immer noch auf den Postweg. Denn elektronische Nachrichten sind auf ihrem Weg durch das Internet einem Sicherheitsrisiko ausgesetzt: Die Möglichkeit, dass Dritte sensible Dokumente abfangen oder manipulieren, ist hoch.

Sichere Datenübertragung

Der neue De-Mail-Dienst sorgt künftig für eine sichere, vertrauliche und nachweisbare Übermittlung von elektronischen Nachrichten und Dokumenten im Internet. Damit De-Mail-Anwender sicher sein können, auch wirklich mit dem gewünschten Adressaten zu kommunizieren, müssen sich potenzielle De-Mail-Nutzer nach dem De-Mail-Gesetz im Vorfeld bei einem Provider zuverlässig registrieren und persönlich identifizieren. Erst dann erhalten sie den Zugang zu einem De-Mail-Konto. „Auf diese Weise ist sichergestellt, dass hinter jeder einzelnen De-Mail-Adresse zweifelsfrei identifizierte Kommunikationspartner stehen“, erläutert Karl J. Beyer, Referent im BSI. Zudem setzt De-Mail neben einem herkömmlichen Login-Verfahren insbesondere auf ein abgesichertes Anmeldeverfahren: De-Mail-Nutzer loggen sich dann standardmäßig mit Kennwort und Token – zum Beispiel mit einer mTAN oder dem neuen Personalausweis – ein.

Verschlüsselte Kanäle

Nachrichteninhalte werden mit De-Mail standardmäßig mit bewährter Verschlüsselungstechnologie gesichert übertragen. Zudem findet beim Aufbau einer Verbindung zwischen De-Mail-Providern eine gegenseitige Authentifizierung und Autorisierung mit Hilfe von Zertifikaten statt. Der Transport erfolgt immer in verschlüsselten Kanälen.

Wenn Nachrichten also künftig per De-Mail versendet werden, können Dritte die Inhalte weder mitlesen noch verändern. Zudem ist die Identität der Kommunikationspartner eindeutig bekannt und der Eingang von Nachrichten beim Empfänger ist immer nachweisbar. „So haben Unternehmen und Behörden künftig die Möglichkeit, einen Großteil ihrer Dokumente per De-Mail zu verschicken – etwa Gehaltsmitteilungen, Auftragsbestätigungen oder Angebote“, sagt Jens Mayer, Projektleiter De-Mail bei der Telekom.

Der neue De-Mail-Dienst setzt dabei auf Standardtechnologien, um die notwendigen technischen Schnittstellen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Im einfachsten Fall greift der Nutzer einfach per Webbrowser auf sein De-Mail-Konto zu. Unternehmen, die über eine eigene Netzinfrastruktur verfügen, können ihre existierenden E-Mail-Systeme über ein so genanntes De-Mail-Gateway an den De-Mail-Dienst anbind

Gesetzliche Grundlage

Via De-Mail kommunizieren Firmen schneller, einfacher und kostengünstiger, profitieren aber vom gleichen gesetzlichen Schutz wie Briefpost. Das rechtliche Fundament für den neuen Dienst bildet das De-Mail-Gesetz, das am 3. Mai 2011 in Kraft getreten ist. Es legt unter anderem fest, dass Anbieter einen bestimmten Akkreditierungsprozess beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) durchlaufen müssen, um als akkreditierte De-Mail-Provider zugelassen zu werden. „Die Anbieter müssen dazu klar definierte Nachweise für die Kriterien Sicherheit, Funktionalität, Interoperabilität und Datenschutz erbringen“, erklärt Karl J. Beyer. Gegenwärtig lässt sich auch die Telekom als De-Mail-Anbieter akkreditieren. Der Telekommunikationsdienstleister rechnet mit einem Start des neuen De-Mail-Dienstes in 2012.

Weitere Informationen: www.telekom.de/de-mail