Sa., 31.07.2010
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15.Okt.2009
Der Pionier der Westentaschen-PDAs meldet sich mit einem neuen Smartphone zurück. Wegen seines abgerundeten Gehäuses soll das Business-Handy gut in der Hand liegen. Der vergleichsweise kleine Pré ist mit 17 mm etwas höher als die meisten Mitbewerber, was an dem Slider-Mechanismus liegt. Aber vor allem die von Palm als revolutionär bezeichnete Plattform Web-OS soll’s nun mit vielen innovativen Features richten: Eins davon ist seine Multitaskingfähigkeit. Der Nutzer kann auf dem 3,1-Zoll großen Touchscreen mehrere Anwendungen gleichzeitig geöffnet halten und einfach per Fingerstrich zwischen ihnen hin- und herwechseln.
Das Web-OS soll dem Anwender das tägliche Leben erleichtern und automatisch sämtliche gewünschten Informationen in einer einfachen integrierten Ansicht unabhängig von Speicherort darstellen. Das heißt, das Gerät erkennt identische Kontakte und Termine. Ähnlich dem I-Phone verknüpft der Pré alle Daten aus verschiedenen Quellen wie E-Mails, Kontakte, Kalender oder Facebook und zeigt sie in einer einzigen Übersicht. Muss der Nutzer doch mal suchen, erlaubt ihm die Universalsuche ein schnelles Auffinden, indem alle Kontakte und Anwendungen durchforstet, aber auch eine Suche in Google, Wikipedia oder Twitter angeboten werden.
Als zusätzliches Feature blendet der Pré Textnachrichten und Termine dezent im unteren Bildschirmrand ein, um seinen User auf dem Laufenden zu halten. Herzstück des 135 g schweren Palms ist ein 600-MHz-Prozessor der dem gestengesteuerten UMTS-Gerät Beine machen soll. Das Multitouch-HVGA-Display kommt mit einer Auflösung von 320 x 480 Pixel. Die „Schreibmaschine“ mit Qwertz-Volltastatur erreicht man durch Aufschieben des Bildschirms. Integriert sind ferner GPS, Wifi 802.11 b/g mit WPA, WPA2, WEP und 802.1x Authentifizierung, HSDPA, Bluetooth 2.1 mit A2DP-Profil sowie eine 3-Megapixel Kamera mit LED-Blitz. Leider lässt sich der 8 GByte große interne Speicher nicht erweitern, da dem Pré der Slot für externe Speicherkarten fehlt.
Alles in allem scheint der Palm Pré ein überzeugendes Bedienkonzept aufzuweisen. In den USA hatte er ja schon sehr gute Kritiken bekommen. Das Pré-Konzept kommt übrigens maßgeblich von Jon Rubin stein, der früher bei Apple für die Entwicklung des I-Pods verantwortlich war. Ob der Pré damit den Heerscharen an Smartphones Konkurrenz machen kann, ist abzuwarten. Es ist noch nicht allzu lange her, da gaben Marktbeobachter dem Hersteller nur noch wenig Überlebenschancen. Aber er weiß, bekanntlich leben Totgesagte ja länger. In Deutschland wird er ab sofort bei Telefónica O2 erhältlich sein.


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