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Kommentar: Bring Your Own Device
BYOD schafft Kopfzerbrechen und kann den Kopf kosten
In den kommenden Jahren wird sich in der IT alles um das zentrale Thema der Mobilität drehen. Durch immer neuere Nutzungskonzepte und den Trend zur freien Wahl des Endgeräts durch die Nutzer (Bring Your Own Device; BYOD) müssen die Unternehmen schnell und umfassend Lösungsansätze zur ganzheitlichen Integration der mobilen Endgeräte erarbeiten. Abwarten und Tee trinken kann den IT-Verantwortlichen schnell seinen Job kosten.
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Früher bestimmte das Unternehmen die Art und Weise des Zugriffs auf die zur Verfügung gestellten Anwendungen. Die Unternehmen stellten hierfür auch die notwendigen Endgeräte und Zugriffsmechanismen bereit. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Einerseits aus Kostengründen (Support und Fehlerbeseitigung) und andererseits, um den Nörgeleien der Nutzer über das „richtige System“ aus dem Weg zu gehen, können die Anwender immer häufiger ihre eigenen Endgeräte mit zur Arbeit bringen. Die Verfügbarkeit von Business-Apps erleichtert die Integration dieser „fremden“ Endgeräte in die Unternehmensstrukturen.
Da die "Kostensenkung" in vielen Fällen als primäre Motivation für eine BYOD-Strategie angeführt wurde, gewann ich den Eindruck, dass hier wieder einmal die "Erbsenzähler" einen unausgegorenen Lösungsansatz propagieren, der zwar kurzfristige "Einsparungen" erzielt, aber gegen jeden gesunden IT-Menschen-verstand verstößt. Umso erstaunter war ich, als ich die Marktrealitäten überprüfte und feststellen musste, dass die BYOD-Strategien ihren Ursprung eher bei den echten IT-lern und nicht bei der „Rotstiftfraktion“ haben. BYOD ist somit keine kleingeistige Pfennigfuchser-Torheit, sondern es steckt eine durchdachte IT- Philosophie dahinter: Die Mobilität ist einer der wichtigsten Technologieinitiativen der heutigen Geschäftswelt und wird von allen Teilen der Unternehmensstrukturen getragen.
Hat man sich erst einmal an diesen Gedanken gewöhnt, dann ist es unerheblich ob man IT- oder Netzwerkkonzepte diskutiert. In der Regel geht es dabei um einen umfassenden Service-Ansatz. Die Anwender verlangen heute für ihre Tätigkeiten im Unternehmen den Zugang zu den von ihnen präferierten Endgeräten. Daher müssen die modernen Unternehmen eine weitaus größere Auswahl an mobilen Geräten unterstützen als in vergangenen IT-Zeiten. Wird das vom Nutzer gewünschte Endgerät nicht bereitgestellt, besorgt sich dieser das Gerät selbst und arbeitet im Unternehmen damit. Heute gilt: Exzellente Mitarbeiter sind auf einem ausgetrockneten Arbeitsmarkt schwer zu bekommen und müssen bei Laune gehalten werden. Moderne Unternehmen gehen aktiv auf ihre Mitarbeiter zu und unterstützen diesen Trend durch die Bezuschussung der Beschaffungs- und Betriebskosten. Sieht man von der Versteuerung der Bezuschussung (geldwerter Vorteil) und der zweifelhaften Lizensierung der Unternehmensapplikationen einmal ab, stellt sich das BYOD-Modell als die Lösung aller Nutzerprobleme dar.
1. Teil: BYOD schafft Kopfzerbrechen und kann den Kopf kosten
2. Teil: Ziel: effizienter kommunizieren
3. Teil: Fazit
Weiterführende Links:
- Kommentar: Scheinbar bescheidene Infrastruktur-Initiativen können erheblichen Nutzen bringen
- Smartphones, Tablets & Co. gefährden die Unternehmensnetze: Schreckgespenst IT-Consumerization
- Datensicherheit: Websense: Denke wie ein Hacker
- Smartphones: Das Blackberry als Firmenhandy macht es höchstens noch zwei Jahre













