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Bring-Your-Own-Device: Roundtable: Mobile-Device-Management

Fortsetzung des Artikels von Teil 22.

Vmware

Frage 1: Wie realisieren Sie Mobile-Device-Management bei Ihren Kunden?

Erwin Breneis, Team Lead Channel System Engineers, Vmware: Mit unserer „VMware Horizon Suite“ und im speziellen mit „Horizon Workspace“ verfolgen wir den Ansatz, kein traditionelles MDM für die Kunden bereitzustellen. Vielmehr sind wir der Meinung, dass die Endgeräteauswahl nicht durch ein MDM-Lösung begrenzt werden darf. Wir gehen den Weg, dem Mitarbeiter einen eigenen Arbeitsbereich zur Verfügung zu stellen. Dieser sieht immer identisch aus, unabhängig von welchem Endgerät.

Frage 2: Eine Studie hat ergeben, dass sich mittelständische Unternehmen in Deutschland nicht von den „Hypes der IT-Welt“ wie BYOD beeindrucken lassen und eher noch abwarten. Woran könnte das
liegen? Ist BYOD beim Mittelstand einfach noch nicht angekommen?

Breneis: Diese Studie spiegelt meines Erachtens im Bereich BYOD nicht die wirkliche Nutzung von Smartphones für „betriebliche“ Apps wieder. Ich denke, die Dunkelziffer würde sehr genau aufzeigen, wie hier die IT „umgangen“ wird. Dies gilt ebenso für die Verwendung von Cloud-Angeboten.

Frage 3: Bring-Your-Own-Device (BYOD) oder lieber Private-Use-Of-Company-Equipment (PUOCE)? Welchen Ansatz empfehlen Sie Ihren Kunden und warum?

Breneis: BYOD ist bei vielen mittelständischen Unternehmen noch nicht auf der Top-Prioritätenliste. Trotzdem nutzen schon viele Mitarbeiter in den Unternehmen ihre privaten Geräte für berufliche Zwecke und umgekehrt. Damit verschwinden die Grenzen zwischen privater und beruflicher Nutzung immer mehr und es können für die Unternehmen erhebliche Sicherheits-/Datenschutzrisiken entstehen. Diese Probleme können wir mit unseren Lösungen adressieren.

Frage 4: Wo sehen Sie die größten Stolpersteine in Unternehmen, wenn es um die Einführung eines einheitlichen Mobile-Device-Managements geht?

Breneis: Bei der Akeptanz der Lösung durch den Anwender – diese Art von Projekten sind keine reinen IT-Projekte. Wenn der Benutzer nicht frühzeitig eingbunden ist, wird das Projekt scheitern.

Frage 5: Stichwort Datenschutz: Wie geht man als Unternehmen, das sich mit der Einführung einer MDM-Lösung beschäftigt, mit dem Sicherheitsaspekt

Breneis: Ich sehe die freien, Geräte-unabhängigen Lösungen am besten geeignet für die Aufgabe. Letztendlich entscheidet der Kunde, welche Anforderungen er an die Lösung hat. Es werden sich die Lösungen durchsetzen, welche der Benutzer intuitiv und ohne Einschränkung durch das Endgerät nutzen kann. Diese sind dann sicherlich auch auf die Funktionen des verwendeten Endgerätes optimiert, und die IT behält zugleich die Kontrolle.