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Bring-Your-Own-Device: Roundtable: Mobile-Device-Management

Fortsetzung des Artikels von Teil 21.

Telekom

Frage 1: Wie realisieren Sie Mobile-Device-Management bei Ihren Kunden?

Enrico Menge, Head of Proposition Marketing MNC, Deutsche Telekom: Zunächst geht es darum, den Bedarf des Kunden zu ermitteln: Wie viele und welche Geräte sind im Einsatz? Was wird damit gemacht? Gerade mittelständischen Kunden empfehlen wir dann eine schlüsselfertige Lösung aus der Cloud. Dabei hosten wir die MDM-Plattform in sicheren Rechenzentren in Deutschland und der Kunde greift über das Internet auf alle Funktionalitäten zu. So muss er weder in Hard- noch in Software investieren und kann sofort loslegen.

Frage 2: Eine Studie hat ergeben, dass sich mittelständische Unternehmen in Deutschland nicht von den „Hypes der IT-Welt“ wie BYOD beeindrucken lassen und eher noch abwarten. Woran könnte das
liegen? Ist BYOD beim Mittelstand einfach noch nicht angekommen?

Menge: Das kann man so nicht sagen. Allerdings tun sich viele Mittelständler schwer damit sensible Daten aus der Hand zu geben. Dabei lassen sich die Daten gut schützen. Im Mobilbereich etwa mit Hilfe eines MDMs. Aber viele Firmen haben sich noch nicht auf eine umfassende Sicherheitsstrategie für mobile Geräte festgelegt und hier die Grundlagen geschaffen. Das wird sich aber ändern. Tendenziell wird auch im Mittelstand das mobile Arbeiten immer wichtiger.

Frage 3: Bring-Your-Own-Device (BYOD) oder lieber Private-Use-Of-Company-Equipment (PUOCE)? Welchen Ansatz empfehlen Sie Ihren Kunden und warum?

Menge: Wichtig ist es, die auf dem Gerät gespeicherten Unternehmensdaten vor dem Zugriff Dritter zu schützen und Apps/Anwendungen genau zu prüfen, bevor sie auf dem Gerät installiert werden. Sicherlich ist es aber einfacher firmeneigene Geräte von vornherein abzusichern, als im Nachgang private sicher in das Firmennetz zu integrieren. Auch sollte jede Firma die begleitenden rechtlichen Rahmenbedingungen wie Steuer, Haftung und Garantie im Blick behalten.

Frage 4: Wo sehen Sie die größten Stolpersteine in Unternehmen, wenn es um die Einführung eines einheitlichen Mobile-Device-Managements geht?

Menge: Jede Firma muss sich vorab darüber klar werden, wofür die Mitarbeiter ihre Mobilgeräte nutzen und welche Anwendungen benötigt werden. Entsprechend dieser Anforderungen wird dann eine Lösung ausgewählt. Dabei ist es wichtig, das Thema einem Experten anzuvertrauen. Eine Lösung aus der Cloud lässt sich einfacher implementieren und administrieren als ein Produkt, das auf den eigenen Firmenservern läuft. Hier kümmert sich der Anbieter um alles.

Frage 5: Stichwort Datenschutz: Wie geht man als Unternehmen, das sich mit der Einführung einer MDM-Lösung beschäftigt, mit dem Sicherheitsaspekt „Patriot Act“ um? Oder anders gefragt: Kann eine sichere MDM-Lösung nur aus Europa kommen?

Menge: Wer ein MDM aus der Cloud bezieht und auf Nummer sicher gehen will, wählt immer einen deutschen Anbieter, dessen Rechenzentren in Deutschland stehen. Nur dann greifen die Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes, also die strengsten weltweit.