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Bring-Your-Own-Device: Roundtable: Mobile-Device-Management

Fortsetzung des Artikels von Teil 17.

Cema

Frage 1: Wie realisieren Sie Mobile-Device-Management bei Ihren Kunden?

Rolf Braun, Vorstand, Cema: Wir gehen grundsätzlich immer so vor, dass wir den Kunden neutral beraten und den Bedarf ermitteln. Dies wird in Form eines Workshops durchgeführt und ein Consultant der Cema erarbeitet dann gemeinsam mit dem Kunden ein Lösungsszenario. Auf dieser Grundlage wird dem Kunden ein Angebot mit der notwendigen Hard-, Software und Dienstleistung gelegt oder ein möglicher Cloud-Service angeboten.

Frage 2: Eine Studie hat ergeben, dass sich mittelständische Unternehmen in Deutschland nicht von den „Hypes der IT-Welt“ wie BYOD beeindrucken lassen und eher noch abwarten. Woran könnte das
liegen? Ist BYOD beim Mittelstand einfach noch nicht angekommen?

Braun: Der deutsche Mittelstand ist im Allgemeinen konservativer eingestellt als Enterprise-Konzerne. Dies ist der Grund, warum Hypes erst einmal neutral beobachtet werden und dann erst entschieden wird, welchen Weg man mitgeht. Dass BYOD im Mittelstand noch nicht angekommen ist, liegt auch an der steuerlichen Situation in Deutschland, diese lässt andere Modelle als sinnvoller erscheinen.

Frage 3: Bring-Your-Own-Device (BYOD) oder lieber Private-Use-Of-Company-Equipment (PUOCE)? Welchen Ansatz empfehlen Sie Ihren Kunden und warum?

Braun: Wir sind grundsätzlich offen für beide Lösungsansätze. Es müssen die vertraglichen Möglichkeiten des Unternehmens geprüft werden, welche der beiden Varianten auch für die Mitarbeiter eine höhere Attraktivität hat. Bei der zweiten Variante gibt es für das Unternehmen mehr Möglichkeiten auf das Thema Support der Endgeräte Einfluss zu nehmen.

Frage 4: Wo sehen Sie die größten Stolpersteine in Unternehmen, wenn es um die Einführung eines einheitlichen Mobile-Device-Managements geht?

Braun: Oft wird bei der Einführung der Betriebsrat nicht involviert, teilweise mit der Folge, dass das gesamte Projekt gestoppt wird. Ein weitere Fehler ist, diese Art von Projekten über das Knie zu brechen, weil auf einmal I-Pads auftauchen die ganz schnell eingebunden werden sollen. MDM-Projekte sind wie jedes
andere Projekt mit Beratung, Konzeption, Realisierung und Betrieb zu planen.

Frage 5: Stichwort Datenschutz: Wie geht man als Unternehmen, das sich mit der Einführung einer MDM-Lösung beschäftigt, mit dem Sicherheitsaspekt „Patriot Act“ um? Oder anders gefragt: Kann eine sichere MDM-Lösung nur aus Europa kommen?

Braun: Wir glauben es ist ein Vorteil, wenn man in diesem Umfeld Softwareprodukte aus Europa einsetzt, wie zum Beispiel den Hersteller Exitor aus Dänemark. Es ist aber wie in vielen Bereichen der Hard- und Software, dass viele Hersteller aus den USA kommen und deren Produkte werden auch in weitaus sensibleren Bereichen eingesetzt. Ich glaube es ist wichtig, die richtige Strategie in diesem Umfeld festzulegen.