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Bring-Your-Own-Device: Roundtable: Mobile-Device-Management

Fortsetzung des Artikels von Teil 15.

Seven Principles

Frage 1: Wie realisieren Sie Mobile-Device-Management bei Ihren Kunden?

Dirk Schäfer, Geschäftsführer, Seven Principles: Das 7P-MDM-System kann in unterschiedlichen Ausprägungen zum Einsatz kommen: Neben der Installation in der Infrastruktur des Kunden, gibt es die Möglichkeit ein gehostetes Device-Management-as-a-Service einfach und schnell zu beziehen. Dazu stehen dem Kunden dann redundante Server in zertifizierten Rechenzentren (ISO 2700x) in Deutschland mit garantiertem Service-Level-Agreement zur Verfügung.

Frage 2: Eine Studie hat ergeben, dass sich mittelständische Unternehmen in Deutschland nicht von den „Hypes der IT-Welt“ wie BYOD beeindrucken lassen und eher noch abwarten. Woran könnte das
liegen? Ist BYOD beim Mittelstand einfach noch nicht angekommen?

Schäfer: BYOD ist ein Schlagwort, das in den USA geprägt wurde, wo andere rechtliche Rahmenbedingungen herrschen. Um in Deutschland BYOD in einem Unternehmen sinnvoll einsetzen zu können, müssen sowohl technische also auch juristische und vor allem organisatorische Maßnahmen getroffen werden. Da in die Entscheidungsfindung meist auch unterschiedliche Interessensgruppen eingebunden sind, ist oftmals auch ein längerer Zeitraum notwendig.

Frage 3: Bring-Your-Own-Device (BYOD) oder lieber Private-Use-Of-Company-Equipment (PUOCE)? Welchen Ansatz empfehlen Sie Ihren Kunden und warum?

Schäfer: Wir glauben, dass PUOCE der für Unternehmen wesentlich einfachere und auch günstigere Weg ist. Damit ist klar geregelt, dass es sich um ein Firmengerät handelt und somit sind auch die Zuständigkeiten eindeutig definiert. Alleine die wasserdichte Formulierung einer Betriebsvereinbarung beim Einsatz privater Smartphones ist ein zeitraubendes und auch kostspieliges Unterfangen, wenn man das ernst nimmt.

Frage 4: Wo sehen Sie die größten Stolpersteine in Unternehmen, wenn es um die Einführung eines einheitlichen Mobile-Device-Managements geht?

Schäfer: Zuerst muss überhaupt einmal die Entscheidung für ein MDM gefällt werden: Ist die Entscheidung für eine MDM-System einmal gefallen, ist meist der Rollout-Prozess die größte Hürde, da jedes Gerät mit einem Client ausgestattet werden muss. Sind die Geräte dabei schon beim Kunden, muss zumindest einmal eine Userinteraktion stattfinden und das kann manchmal zu Problemen führen.

Frage 5: Stichwort Datenschutz: Wie geht man als Unternehmen, das sich mit der Einführung einer MDM-Lösung beschäftigt, mit dem Sicherheitsaspekt „Patriot Act“ um? Oder anders gefragt: Kann eine sichere MDM-Lösung nur aus Europa kommen?

Schäfer: Wenn man bedenkt, dass fast alle MDM-Hersteller und deren Services aus den USA kommen, sollte man das sicher auch in seine Entscheidung einfließen lassen. Um der Anforderung Datenschutz genüge zu leisten, stellen MDM-Hersteller aus Europa somit eine gute Alternative zur Verfügung. Vor allem die einfache Möglichkeit der Einhaltung der rechtlichen Aspekte nach europäischen Standard bietet hier dem Kunden ein hohes Maß an Sicherheit.