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Smart Home: Die neueste Masche

Mitunter ist ein WLAN-Netz allein für eine Wohnung nicht ausreichend – das Internet ist langsamer oder hat Aussetzer. Mesh-Netzwerke, vermaschte Netze, stellen eine Alternative dar.

Mesh-Systeme Bildquelle: © TP-Link

Ursprünglich waren das Internet und vor allem der Vorläufer Arpanet als dezentrale Netzwerke konzipiert. Ohne einen zentralen Knotenpunkt sorgt eine Vielzahl redundanter Verbindungen für erhöhte Ausfallsicherheit und der Datenfluss ist auch bei Blockierung oder technischem Versagen einzelner Netzwerk-Knoten gegeben. So ist es durchaus möglich, dass die Daten einer Anfrage und deren Antwort verschiedene Wege auf der Datenautobahn nehmen, um am gleichen Ziel anzukommen.

Ein ähnlicher, dezentraler Ansatz der Internetverbindung ist ideal für moderne Smart Homes: Denn der WLAN-Router steht oft dort, wo Kabel- beziehungsweise Telefonanschlüsse zu finden sind. Selten resultiert das jedoch in einer guten WLAN-Signalstärke in allen Räumen. Wände, Leitungen und metallische Gegenstände funken hier buchstäblich dazwischen. Doch mit dem unaufhaltsamen Einzug des Internet of Things in Haushalt und Arbeitsplatz sowie der verstärkten Nutzung von Mobilgeräten auch zu Hause ist eine stabile Internetverbindung mit hoher Datenübertragung wichtiger als je zuvor. WLAN-Repeater helfen hier nur bedingt weiter: Zwar vergrößern sie die Reichweite des Netzes, resultieren allerdings nicht in einer höheren Datenübertragungsrate. Alle Datenpakete müssen zuerst an den Verstärker übertragen werden und landen erst von dort am Laptop, Smartphone oder Tablet. Diese Doppelbelastung beeinträchtigt die Bandbreite und jede weitere zwischengeschaltete Instanz verringert diese weiter.

Immer eine gute Verbindung im Connected Home
WLAN-Router mit Mesh-Netzwerken schaffen Abhilfe: Mithilfe der Mesh-Technologie vernetzen sich mehrere Geräte untereinander und erzeugen voneinander unabhängig ein WLAN-Signal. Alle Bestandteile des Verbunds sind also vollwertige Router-Einheiten, nicht bloße Verstärker eines einzelnen Signals. Das verleiht dem Netz einen regenerativen Charakter: Falls ein Knotenpunkt ausfällt oder anderweitig blockiert wird, organisiert sich das Netzwerk selbstständig um und kompensiert den Ausfall durch neue Verbindungen. Endgeräten wird dabei weiterhin stets die schnellstmögliche Verbindung zugewiesen.

Smart Home Monitor 2017 Bildquelle: © Smart Home Monitor 2017, Splendid Research

Bereits 36 Prozent der Deutschen nutzen Smart Home-Anwendungen, 40 Prozent zeigen sich interessiert und lediglich jeder Vierte lehnt eine Nutzung ab.

Das gesamte Mesh-Netzwerk firmiert dabei unter der gleichen Netzwerkbezeichnung (Service Set Identifier, SSID), Geräte verlieren somit beim Wechsel von einem Mesh-Knotenpunkt zum nächsten nicht ihre Verbindung. Entsprechend verteilt garantieren Mesh-Router also eine einheitliche und unterbrechungsfreie WLAN-Verbindung im ganzen Haus – eine Grundanforderung für Smart Homes und moderne Arbeitsumgebungen. Und das vernetzte Zuhause wird immer häufiger Realität.McKinsey konnte in einer aktuellen Umfrage einen Anstieg von 12 Millionen Connected Homes in den Vereinigten Staaten in nur zwei Jahren verzeichnen (2015: 17 Millionen, 2017: 29 Millionen). In Deutschland soll sich laut einer aktuellen Studie der Umsatz im Smart-Home-Markt bis 2022 auf 4,3 Milliarden Euro verdreifachen. Das durchschnittliche jährliche Wachstumsrate soll in den kommenden fünf Jahren bei 26,4 Prozent liegen. Auch der Arbeitsplatz von heute setzt immer mehr auf Mobilgeräte und ist dementsprechend auf stabile und sichere Internetverbindungen angewiesen.