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Unified Endpoint Management: Das Management-Werkzeug für digital-mobile Arbeitsplätze

Praktisch jedes Unternehmen steht vor der Herausforderung, seine Mitarbeiter mit Smartphones, Tablets, Apps und Produktivitätstools auszustatten. Gleichzeitig muss eine neue Architektur geschaffen werden, die die notwendige Administration und Kontrolle der Daten gewährleistet. Die Lösung: UEM.

Maximilian Hille, Crisp Research Bildquelle: © Crisp Research/Matrix42

Maximilian Hille, Analyst bei Crisp Research: "UEM wird 2017 erst richtig in Fahrt kommen."

In immer mehr Unternehmen werden Unified Endpoint Management-Lösungen eingesetzt. Was bei der Einführung von UEM zu beachten ist, woran UEM-Projekte scheitern können und was nach UEM kommt, hat Matrix42 Maximilian Hille, Analyst bei Crisp Research, gefragt.

Herr Hille, was ist die „klassische“ Ausgangssituation in einem Unternehmen, das an die Einführung einer UEM-Lösung denkt?

Maximilian Hille: Die „klassische“ Ausgangssituation gibt es sogar schon vor UEM und hat bereits das MDM-Zeitalter geprägt. Unternehmen wurden vom „Mobile Workstyle“ förmlich überrollt. Bevor jemand im Unternehmen sich Gedanken zu geeigneten Sicherheits-, Admin- und Datenschutzmaßnahmen machen konnte, waren erste Geräte und sogar Apps im Business-Einsatz. Das Ziel war es häufig und ist es teilweise immer noch, dass sich die Rolle der IT und des Unternehmens beim mobilen Arbeiten wieder stärker wandelt – vom erstaunten Zuseher zum aktiven Mitgestalter.

Diejenigen, die etwas weiter sind und ein EMM im Unternehmen haben, stehen jetzt vor der nächsten Herausforderung. Durch die Trennung mobiler und stationärer Endgeräte gab es oft Medienbrüche. Der Gedanke eines durchgängigen, digitalen Arbeitsplatzes war schwer umzusetzen. Daher haben die führenden Anbieter ihre EMMs zu UEMs weiterentwickelt – nicht zuletzt auf Anfrage der Anwender. Aber auch, wenn bestehende Lösungen abgelöst werden oder die Workplace- und Mobility-Strategie überdacht wird, ist zunehmend UEM die erste Wahl als grundlegende Backend- und Management-Plattform.

Welche Hemmschwellen/Vorurteile gibt es in den Unternehmen in Bezug auf UEM?

Hille: Einer der Gründe, den die Anwender gegen UEM ins Feld führen, ist meist die aus ihrer Sicht fehlende Notwendigkeit Client Management und die MDM-Suites abzulösen. Client Management ist seit über 20 Jahren in den Unternehmen gewachsen und funktioniert. MDM war bereits ein wichtiger Schritt für viele Unternehmen, der mitunter auch Zeit gekostet hat. Das System erfüllt oft die Basis-Anforderungen und viele scheuen sich davor, dies noch zu erweitern. Die Investition und Migration für ein neues System wird oft als nicht notwendig erachtet.

Auch fragen sich viele Anwender natürlich, ob UEM erneut nur eine Zwischenstufe ist, wie MDM und EMM zuvor. Das ist eine Frage der Sichtweise: Beispielsweise konnten ja auch immer bestehende MDM, EMM und nun UEM-Systeme bei einem Anwender um Funktionen erweitert werden.Andererseits haben viele Anwender gerade im Mobility Konzept in diverse Lösungen investiert,, die nach kurzer Zeit wieder abgelöst wurden. Da fällt es insbesondere in solchen Fällen schwer das Budget erneut neu zu allokieren.