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Telefonie: WLAN oder LTE: Was bringt die neue mobile Freiheit?

Die drei größten deutschen Mobilfunkanbieter bieten ihren Kunden seit einiger Zeit eine Alternative für das Telefonieren über Mobilfunk: Voice over WiFi (VoWiFi). Mitel zeigt auf, wie mobile Arbeiter und Büro-Nomaden von dieser neuen mobilen Freiheit profitieren können.

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Eine aktuelle Studie vom Mai 2016 hat gezeigt, dass über die Hälfte (54 Prozent) aller deutschen Arbeitnehmer Büro-Nomaden sind - also überwiegend oder ausschließlich mobil an wechselnden Orten arbeiten. Dazu zählen heutzutage das Homeoffice und der Co-Working Space ebenso wie das Café oder der Strand. Aber nicht überall ist die Erreichbarkeit über Mobilfunk gegeben, die Kommunikation mit Kollegen und Kunden unterbrochen. Die Lösung für dieses Problem halten seit Kurzem die drei größten deutschen Mobilfunkanbieter für ihre Kunden parat: Sie können mit ihren Smartphones über WLAN-Verbindungen telefonieren – teilweise sogar im Ausland und im Rahmen einer regulären All-Net-Flat bei Gesprächen nach Deutschland kostenlos. Man ist also nicht mehr auf die Netzabdeckung der Provider angewiesen, sondern ist überall dort erreichbar, wo ein zugängliches WLAN vorhanden ist.

Wie funktioniert die Telefonie per WLAN?
Die sogenannte VoWiFi (Voice over WiFi)-Telefonie ist aktuell in zwei verschiedenen Varianten möglich. Zum einen bietet O2 eine Lösung per App. Bei dieser müssen die Anwender einfach besagte App starten, sobald das Smartphone in ein WLAN-Netz eingebucht ist. Dann können sie direkt lostelefonieren. Über die App sind auch Instant Messaging, Videotelefonie und Filesharing möglich, dafür muss jedoch das Gegenüber ebenfalls über die O2-App verfügen.

Die zweite Variante, die Vodafone als WiFi Calling offeriert und die Telekom unter dem Namen WLAN Call anbietet, funktioniert ohne App. Hier greift das Telefon automatisch auf bereits bekannte WLAN-Netzwerke zu, sobald kein ausreichend starker Mobilfunkempfang vorhanden ist. Der Wechsel erfolgt dabei direkt ohne Bruch im Telefonat. Bei beiden Anbietern ist der Dienst an Voice over LTE gekoppelt.

Anders als Vodafone hat die Deutsche Telekom den Dienst nicht auf die Nutzung innerhalb Deutschlands beschränkt. Auch im Ausland können Telefonate über WLAN geführt werden. Dabei gilt der gleiche Tarif wie innerhalb Deutschlands. Zudem kann die Option für VoLTE und WLAN Call bei der Telekom auch in Verbindung mit der MultiSIM gebucht werden. Zusammen mit der Festnetznummer auf dem Handy lassen sich die Leistungsmerkmale dagegen nicht nutzen.

Welche technischen Voraussetzungen gibt es für VoWiFi?
Grundsätzlich funktioniert das neue Telefonieren mit jedem WLAN-Zugang. Dabei ist es egal, ob es sich um ein öffentliches, privates oder berufliches WLAN handelt, so lange der Nutzer im Vorfeld bereits mit dem WLAN verbunden war. Eine minimale Datenrate von 100 kBit/Sekunde genügt bereits zum Telefonieren – das bietet heutzutage so gut wie jeder Internetanschluss. Weitere zwingende Voraussetzung ist ein LTE-Mobilfunktarif, denn die – theoretisch mögliche – nahtlose Übergabe der Telefonate zwischen WLAN und Mobilnetz funktioniert nur mit aktiver LTE-Verbindung.