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Enterprise-Mobility-Management: MDM: Von der Nischendisziplin zum IT-Kernthema

Der Aufbau einer BYOD-Strategie und die Umsetzung des entsprechenden Device-Managements ist heute nötiger denn je. Dabei reichen drei einfache Schritte aus, um alle mobilen Endgeräte, auch die privaten, sicher in die Unternehmens-IT zu integrieren.

Bildquelle: © Shutterstock / Absolute Software

Noch vor gut zehn Jahren war das Mobile-Device-Management (MDM) maximal ein Nischenthema. In den meisten Firmen verfügten nur wenige Mitarbeiter, meis-tens Top-Manager oder Vertriebsmitarbeiter, über mobile Endgeräte, die geschäftlich eingesetzt wurden. Die Verwaltung der Geräte, die oft manuell erfolgte, war für die IT kein Problem. Der Aufwand hielt sich aufgrund der überschaubaren Geräteanzahl in Grenzen.

Der E-Mail-Push-Dienst von Blackberry hat dann die Situation nachhaltig geändert. Die E-Mail-Bearbeitung von unterwegs war plötzlich en vogue. Die steigende Anzahl der Geräte machte ein manuelles Management schnell unmöglich. Eine MDM-Lösung war unabdingbar – und die stellte Blackberry-Hersteller Research in Motion mit dem "BlackBerry Enterprise Server" auch zur Verfügung. Doch die Ausgangslage hat sich inzwischen entscheidend verändert. Blackberry, einst Superstar, ist heute nur noch einer von vielen Anbietern – und der Marktanteil schrumpft weiter. Die Heterogenität in der mobilen Endgeräte-Systemlandschaft hat ungeahnte Ausmaße erreicht, auch im Hinblick auf die Betriebssysteme. Und mit einer weiteren Zunahme der Systemvielfalt, ist auch für die Zukunft zu rechnen. Für die IT bedeutet das, dass sie sich mit einer großen Anzahl unterschiedlichster Endgerätetypen konfrontiert sieht, deren Verwaltung nur über eine flexible MDM-Plattform möglich ist – eine Plattform, die ein integriertes Management über mehrere Gerätevarianten hinweg bietet.

BYOD verschärft das Problem
Eine MDM-Lösung ist vor allem auch dann unverzichtbar, wenn ein Unternehmen den Bring-Your-Own-Device-Weg (BYOD) einschlägt, der zu einem fließenden Übergang in der privaten und geschäftlichen Nutzung von Endgeräten führt und damit auch zu einem hohen Sicherheitsrisiko. BYOD stellt bereits heute für viele Unternehmen ein zentrales Problem dar, weil dadurch der Aufbau einer Schatten-IT und damit ein Kontrollverlust der IT be-günstigt wurde. Das heißt, neben der "offiziellen" IT-Infrastruktur finden sich Systeme und Applikationen, die ganze Fachabteilungen oder einzelne Mitarbeiter unabhängig von der IT betreiben, vielfach auch ohne deren Kenntnis. Die damit verbundenen Sicherheitsgefahren für die Unternehmenssysteme und -daten liegen auf der Hand.