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Roundtable WLAN: Die perfekte Welle

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Drei Fragen: Bintec Elmeg

Dirk Treue, Director Markting-Communications bei Bintec Elmeg Bildquelle: © Bintec Elmeg

Dirk Treue, Director Markting-Communications bei Bintec Elmeg

Frage 1: WLAN – die größte Sicherheitslücke! Inwiefern stimmen Sie dieser These zu?

Dirk Treue, Director Markting-Communications bei Bintec Elmeg: Sicherheitslücken im WLAN-Bereich entstehen häufig durch unzureichenden Zugangsschutz unregelmäßig geänderter Pre-Shared-Keys, aber auch durch nicht getrennte Unternehmens- und Gastnetze (SSIDs, VLANs) sowie durch nicht vorhandenes Netzwerk-Screening (Rogue-AP und Rogue-Client-Detection). Die Umsetzung von Datenschutzrichtlinien sowie der Einsatz von Controller-Lösungen bieten effektiven Schutz. Ein weiterer Aspekt ergibt sich durch die BYOD-Thematik – MDM-Lösungen können beispielsweise durch die Vergabe von Zertifikaten Abhilfe schaffen oder WPA-Enterprise auf Basis 802.1x-Authentifizierung.

Frage 2: Kann WLAN irgendwann den Mobilfunk ersetzen?

Treue: Der zunehmende Datenverkehr stellt eine Herausforderung an die Netze dar und wird zu einem veränderten Zusammenspiel der „drahtlosen Netze“ führen. Themen wie Hotspot 2.0 bieten interessante Lösungsansätze für die Zukunft zum Thema „Offloading“ der Mobilfunknetze. Eine vollständige Substitution der Mobilfunknetze durch WLAN ist nach heutiger Einschätzung aber nicht zu erwarten.

Frage 3: Was dürfen sich die Marktteilnehmer von der „zweiten Welle“ erhoffen?

Treue: Im Gegensatz zu den derzeitigen .11ac-Geräten der ersten Generation, die für den Business-Einsatz keinen echten Mehrwert bieten, wird mit der zweiten höher zu realisierende Bandbreite sowie – durch eine verbesserte Energieeffizienz – eine PoE-Betrieb auf Basis bestehender Netzwerkinfrastruktur ermöglicht, auch ohne dass neue Switche angeschafft werden müssen. Einen weiteren Vorteil bietet das Multi-User-Mimo für Unternehmensanwendungen. Im Vergleich zum derzeitigen Single-User-Mimo erhält jeder Client einen eigenen Stream vom Access-Point, was zu einer deutlichen Steigerung des Datendurchsatzes und effizienter Nutzung der Bandbreiten je Client führt. Allerdings sollten sich die kurz- und mittelfristigen Erwartungen an den .11ac-Standard in einem realistischen Rahmen befinden, denn der Kosten-Nutzen-Aspekt und die Leistungsfähigkeit sprechen auf absehbare Zeit für den aktuellen .11n-Standard.