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BYOD ist nicht genug: Roundtable Enterprise-Mobility-Management

Zahlreiche Organisationen haben mittlerweile erkannt, dass Mobile-Device-Management (MDM) nur ein Baustein von Enterprise-Mobility-Management (EMM) ist. Enterprise-Mobility sorgt dafür, dass aus der Verfügbarkeit von Daten echte Geschäftsvorteile entstehen. Davon sind auch die Teilnehmer des funkschau-Roundtables zum Thema EMM überzeugt.

Bildquelle: © funkschau

Die Art, wie wir arbeiten, hat sich in den vergangenen Jahren radikal geändert. Zum ersten Mal ist aber nicht die Unternehmens-IT der Auslöser dieser Bewegung, sondern der Wandel wird vielmehr von den Mitarbeitern getrieben. Die Mitarbeiter bringen eigene mobile Endgeräte jenseits der Blackberrys in die Unternehmen und setzen sie für dienstliche Zwecke ein. Zahlreiche Unternehmen bieten Einzellösungen an, um diese Geräte zu verwalten. Allerdings werden dadurch die Möglichkeiten mobiler Daten und Mitarbeiter nicht annähernd ausgeschöpft: Geräte- oder Applikationsmanagement können die Sicherheit im Unternehmen erhöhen, doch die Auswirkungen sind rein auf die IT beschränkt. Wollen Unternehmen wirkliche Geschäftsvorteile realisieren, ist eine Gesamtstrategie nötig, die individuell mit dem Kunden ausgearbeitet wird.

Zukunftsfähige Enterprise-Mobility hat viele Vorteile. Offensichtlichstes Argument für die Einführung ist die gesteigerte Effi-zienz durch universellen Datenzugriff. Des Weiteren sorgen zufriedenere Mitarbeiter und optimierte Geschäftsabläufe für besseren Service und eine stärkere Kundenorientierung. Deswegen muss eine Beratung bei den CIOs und Geschäftsführern beginnen und die Strategie entsprechend von ihnen getragen werden. Die IT-Abteilung wird dabei keineswegs zum Erfüllungsgehilfen. Sie kann vielmehr Optimierungspotenziale freilegen und ist wichtiger Teil eines ganzheitlichen Ansatzes. Um Unternehmen echten Mehrwert bieten zu können, beinhaltet Enterprise-Mobility idealerweise folgende Komponenten:

  • eine ganzheitliche Strategie aus angepassten Geschäftsprozessen, mobilen Applikationen, Endgeräten mit universellem Zugriff und leistungsstarker Middleware;
  • eine intelligente Verzahnung vonGeschäftsabläufen, der Netzinfrastruktur sowie den Mitarbeitern als Endnutzern einer Enterprise-Mobility;
  • die Fokussierung auf den „Faktor Mensch“, da die Mitarbeiter bei Strategieentwicklung und -umsetzung stets im Mittelpunkt stehen sollten.


BYOD ist nicht genug

In den letzten Jahren war der Trend BYOD (Bring-Your-Own-Device) in vielen Organisationen ein Thema: Mitarbeiter brachten ihre eigenen Smartphones mit in die Unternehmen und erledigten Aufgaben mit ihren Geräten – oftmals, ohne dies mit der IT-Abteilung abzusprechen. Die Gefahren mussten eingedämmt werden, schließlich konnte ein Verlust oder Diebstahl des Geräts, eine getarnte Malware-App oder auch eine Attacke über den Browser drastische Folgen haben. Die Antwort waren Mobile-Device-Management-Lösungen (MDM), die vor allem das Sicherheitsproblem lösten. Weitere Features waren zunächst nicht unbedingt erforderlich. Dieser Umgang mit mobilen Daten und Mitarbeitern war ausschließlich reaktiv und rein auf die Lösung des IT-Problems „Sicherheitsleck durch Mobilgeräte“ fokussiert. Administratoren lösten zwar dieses Problem, fragten oftmals aber nicht nach den Möglichkeiten, die sich durch die neue Form des Arbeitens ergaben. Dies war zwar auch nicht ihre Aufgabe, enorme Potenziale blieben aber eine lange Zeit ungenutzt.

Mittlerweile haben viele Unternehmen erkannt, dass das Thema überall verfügbarer Daten die Zusammenarbeit revolutioniert und innovative Wege zur Effizienzsteigerung oder sogar die Neueinführung von Services ermöglicht. Dies gelingt aber nur durch den Einsatz mehrerer Komponenten. Sollen nicht nur die IT-Mitarbeiter, sondern auch die übrigen Mitarbeiter profitieren und sich die Effizienzgewinne auf das gesamte Unternehmen ausbreiten, sind eigene Apps, der Einsatz von Middleware als Mobility-Enabler und der richtige technische Unterbau notwendig.