Rundfunkfrequenzen zur Internetversorgung auf dem Land

Breitbandversorgung
E-Plus Gruppe

Mecklenburg-Vorpommern, E-Plus Gruppe und Ericsson testen mobile Breitbandversorgung auf dem Land über Rundfunkfrequenzen. Der 12-monatige Test in Grabowhöfe läuft im Januar 2009 an - mit am Markt verfügbarer Netztechnik.

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Die lückenlose Breitbandversorgung in Deutschland ist ein vieldiskutiertes Thema. Rund drei Millionen Haushalte insbesondere in ländlichen Gebieten haben nach Angaben des Deutschen Städte- und Gemeinde-Bundes derzeit keinen ausreichend schnellen Zugang zur Datenautobahn – weder über DSL noch über Mobilfunklösungen. Grund: Aufbau- und Betriebskosten in diesen Regionen würden die erzielbaren Erlöse übersteigen. Hinter dieser Zahl verbergen sich fünf Millionen Bundesbürger, 800 Städte beziehungsweise 2.000 Ortschaften.

Die E-Plus-Gruppe geht diese Problematik im Schulterschluss mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der dortigen Landesrundfunkzentrale sowie dem Telekommunikationsausrüster und -dienstleister Ericsson an: Ende 2008 unterzeichneten die Partner eine Projektvereinbarung für einen Praxistest. Dieser Test am Sendestandort Grabowhöfe nordwestlich von Waren (Müritz / Mecklenburgische Seenplatte) soll aufzeigen, inwieweit die ländlichen Gebiete der Republik durch die Nutzung von Frequenzen aus der so genannten Digitalen Dividende vom Eintritt in die schnelle Datenwelt profitieren können.

Die Digitale Dividende bezeichnet die Frequenzen, die im Zuge der Digitalisierung des Rundfunks frei werden. Aus Wirtschaft und Politik auf Bundesebene und innerhalb der EU kommen Forderungen auf, Teile dieser frei gewordenen Frequenzen für den mobilen Internetzugang nutzen zu können. Die Telekommunikationsanbieter verfolgen damit das Ziel, in einem niedrigen Frequenzbereich ein leistungsstarkes, weitreichendes und gleichzeitig günstig zu betreibendes mobiles Breitbandnetz aufzubauen, das die "weißen Flecken" auf der multimedialen Landkarte auf absehbare Zeit verschwinden ließe.

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Markus Kien

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