Mobile TV: Durchbruch lässt weiter auf sich warten

Die Mobilfunk-Anbieter setzen große Hoffnungen auf Mobile TV

Einer kürzlich von Infocom durchgeführten Studie zufolge wächst die Zahl der Mobile-TV-Nutzer weltweit zwar weiterhin an, aber es würden immer noch bewährte Geschäftsmodelle fehlen.

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Japan, Südkorea und Italien sind die führenden Märkte bei Rundfunk-basierten Mobile-TV-Angeboten. Gründe für das Kundenwachstum in diesen Märkten liegen aber vor allem an der kostenlosen oder teilweise kostenlosen Nutzung, sowie an einer recht großen Geräteauswahl. In Japan und Südkorea dominieren kostenlose, werbefinanzierte Dienste, wohingegen in den meisten anderen Märkten hauptsächlich kostenpflichtige Dienste mit Monatsabo angeboten werden. Die entsprechenden Tarife liegen zwischen einem und 17 Euro pro Monat - für zwischen zwei bis maximal 60 Fernsehkanälen.

In den Märkten mit kostenpflichtigen Angeboten wird aber derzeit kein Kundenwachstum beobachtet. In Japan und Deutschland wurden bereits kommerzielle Angebote von Serviceprovidern eingestellt. Hauptgründe dafür waren die mangelnde Kooperationsbereitschaft der dortigen Mobilfunkanbieter, sowie eine sehr geringe Auswahl an Endgeräten und Sendern. Mobilfunkanbieter sind laut Infocom im Allgemeinen sehr zurückhaltend, wenn es um Kooperationen mit Mobile-TV-Rundfunkanbietern und Serviceprovidern geht, obwohl es bereits erste Mobilfunkanbieter gibt, die sich offen für Partnerschaften zeigen.

Der andauernde Streit um künftige Standards führe derzeit zu einem Nebeneinander diverser Standards. In Westeuropa basieren die meisten Angebote derzeit auf Streaming über 3G-Netze, obwohl man auch einen gewissen Trend hin zu Rundkfunkstandards beobachten könne. Hierbei scheine sich DVB-H (Digital Video Broadcating – Handheld) gegenüber anderen Standards wie Media-Flo oder DMB (Digital Media Broadcasting) durchzusetzen. Was die angebotenen Inhalte betrifft, so dominierten hier die Themen Nachrichten, Sport und Erotik, die speziell für den mobilen Nutzer aufbereitet werden. Bisher sei jedoch der Markt für derartige mobile Inhalte (wie etwa "Mobisodes" von TV-Shows – speziell für Mobilfunkkunden produzierte oder zusammen geschnittene Sendungen) noch recht klein.

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