Sa., 31.07.2010
14.Apr.2009
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Die Untersuhung wurde gemeinsam vom Instituts für Rundfunktechnik (IRT) und dem Anga-Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber durchgeführt. Konkret wurden die möglichen Beeinträchtigungen analoger und digitaler Fernsehprogramme bei Kabelkunden im Falle einer parallelen Nutzung dieser Frequenzbereiche durch die zukünftige Generation der mobilen Datenübertragung LTE (Long Term Evolution) geprüft.
Zu den Ergebnissen äußert sich Carsten Engelke, technischer Leiter der Anga, wie folgt: „Die durchgeführten Labor- und Feldtests haben unmissverständlich ergeben, dass eine Gleichkanalbelegung von Rundfunkdiensten im Kabel und mobilem Internet im Frequenzbereich 790-862 MHz zu massiven Störungen des Fernsehempfangs beim Endkunden führt. Ursache ist weniger die Übertragung der Daten vom Sendemast zum Endkunden, sondern vielmehr die Rücksendung der Daten vom mobilen Endgerät in der Wohnung des Nutzers. Bei Sendestärken, die rund einem Hundertstel der Spitzenleistung eines GSM-Handys entsprechen, treten bereits Bildausfälle auf. Besonders beunruhigend ist, dass bei nur geringfügig höheren Sendeleistungen diese Störungen auch durch eine 15 Zentimeter dicke Stahlbetonwand hindurch auftreten. Das Fernsehbild bei einem Kabelkunden kann daher durch die mobile Internetnutzung eines Nachbarn beeinträchtigt werden.“
Die Untersuchung zeige, dass sich die Störungen vorrangig auf die Rundfunk-Empfangsgeräte direkt auswirken. Durch die hohe Schirmung der Kabelnetze sind diese laut Anga deutlich unempfindlicher gegenüber Störeinstrahlung als Endgeräte. Diese Probleme würden auch flächendeckend auftreten, denn das mittlerweile von der Bundesnetzagentur vorgelegte Eckpunktepapier zur Zuteilung der Frequenzen der digitalen Dividende sieht einen bundesweiten Regelbetrieb vor und keineswegs eine Beschränkung auf die so genannten weißen Flecken.
Die Studie kann von der Homepage des Anga-Verbands in pdf-Format herunter geladen werden.
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