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Einzeltest: Devolo dLAN 500 AVpro UNI: Jegliche Bestandsverkabelung nutzen

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Jegliche Bestandsverkabelung nutzen

Die kleine Box ist erst einmal ein Switch. Auf ihrer Rückseite befinden sich vier Gigabit-Ethernet-Ports, von denen einer zusätzlich als PoE-Port (IEEE 802.3af) funktioniert. Direkt daneben befindet sich die Schnittstelle für den Anschluss eines mit einem RJ11-Stecker versehenen zweidrahtigen Kabels (Telefonkabel). Dies ist die für die Anbindung ans Telefonnetz zu bevorzugende Schnittstelle, die Alternative wäre die Nutzung eines zweidrahtigen Kabels (Twisted-Pair) ohne Stecker, für das ein zusätzlicher Klemmanschluss hinten am Gerät vorhanden ist. Die gleichzeitige Nutzung beider Schnittstellen ist allerdings ausgeschlossen. Für den Anschluss eines TV-/SAT-Koaxkabels ist ebenfalls eine Schnittstelle vorhanden und natürlich auch eine Schnittstelle für das Netzteil. Das Gerät ist grundsätzlich mit dem mitgelieferten Netzteil zu betreiben, weil dies gleichzeitig die sichere Übertragung der modulierten Daten von und zum Stromnetz gewährleis-tet. Schließlich befindet sich auf der Rückseite der Box noch ein Schalter zum Wechseln zwischen dem Twisted-Pair/Koax- und dem Powerline-Modus. Voreingestellt arbeitet das Gerät im Powerline-Modus. Eine gleichzeitige Nutzung der Zweidraht- und Koaxleitungen unterstützt das Gerät leider nicht.

Unter Verwendung von Telefonleitungen, Twisted-Pair- oder Koaxkabeln überbrückt der Avpro-Uni Distanzen von bis zu 600 m, mit Powerline geht es maximal 300 m weit. Das Stromnetz liegt also, was die Reichweite betrifft, hinter den anderen Typen. Das Blatt wendet sich aber, wenn es um die Übertragungsrate geht, denn hier erreicht Powerline bis zu 500 MBit/s, während mit Zweidraht- und Koaxleitung bereits bei 200 MBit/s Schluss ist. Dies sind natürlich theoretische Werte, die so in der Praxis nicht erreicht werden. Und überhaupt: Um ein Powerline-Gerät mit 500 MBit/s Übertragungsrate einzurichten, bedarf es eines „dLan-500-Avpro-Uni-Geräts“ für jede Netzwerkverbindung. Ansonsten ist das Gerät aber kompatibel zu anderen Geräten der 500-Serie beziehungsweise Geräten, die auf dem „HomePlug-AV/IEEE-1901-Standard“ basieren.

Eine Datenübertragung über die Telefonleitung stört gleichzeitig stattfindende Telefongespräche nicht. Zur Übertragung von Daten über Koaxkabel nutzt das Gerät das Frequenzband zwischen 2 und 68 MHz. Hier kann es tatsächlich zu Interferenzen oberhalb dieses Frequenzbands kommen. Sollte dies andere Anwendungen, beispielsweise Fernsehen, stören, sorgen optionale Koaxfilter für Abhilfe.