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Einzeltest: Softinventive Labs Total Network Monitor 1.1.3: Kostenlos, aber nicht mühelos

Netzwerk-Monitoring-Software – Softinventive Labs Total Network Monitor 1.1.3 ist zwar Freeware, einen Preis zahlt der Administrator aber trotzdem in Form viel notwendiger Handarbeit. Wer die Mühe auf sich nimmt, erhält ein brauchbares Monitoring-Produkt für kleinere Netzwerke.

Die Windows-GUI von Total-Network-Monitor fällt im Vergleich mit den Web-GUIs der Konkurrenz schlicht und farblos aus. Sie ist aber funktionell, übersichtlich und einfach zu bedienen. Bildquelle: © Softinventive Lab

Die Windows-GUI von Total-Network-Monitor fällt im Vergleich mit den Web-GUIs der Konkurrenz schlicht und farblos aus. Sie ist aber funktionell, übersichtlich und einfach zu bedienen.

Die Firma Softinventive Lab ist hierzulande ziemlich unbekannt, obwohl sie für sich in Anspruch nimmt, Größen wie Vodafone, Caterpillar und General Electric unter ihren Kunden zu haben. Ihr Produktportfolio ist mit zwei Produkten sehr überschaubar: „Total Network Inventory“ und „Total Network Monitor“. Ein Softwareentwickler, der sich auf nur zwei Produkte konzentriert, lässt ja eigentlich Großes hoffen, unsere hoch gesteckten Erwartungen blieben jedoch unerfüllt.

Positiv zu vermelden ist, dass der Total-Network-Monitor mit der Versionsnummer 1.1.3 seit Anfang April 2010 als Freeware angeboten wird, negativ hingegen, dass die Weiterentwicklung des Produkts just zu jener Zeit stehen geblieben scheint – jedenfalls gibt die Website des Herstellers keinen Hinweis auf viele Aktivitäten. Nichtsdestotrotz haben wir Total-Network-Monitor herunter geladen und getestet.

Das Download-Paket ist nur rund 11,5 MByte groß und innerhalb von 30 Sekunden auf einem Windows-Computer – Arbeitsstation oder Server – installiert. Das Programm ist keine Client-Server-Applikation; für die Arbeit damit benötigt der Nutzer Zugang zu dem Computer, auf dem die Software installiert ist, entweder direkt oder via Remote-Desktop. Diese simple Architektur setzt der Skalierbarkeit Grenzen und verhindert ein Distributed-Monitoring.

Nach dem Start der Konsole, eine Windows-Applikation, braucht man zwei, drei Minuten, um sich zurechtzufinden, dann hat man das Programm auch ohne Blick in die Dokumentation im Griff. Das Hauptfenster der Konsole ist dreigeteilt: Links befindet sich eine Art Navigationsleiste mit Baumstruktur, welche die Netzwerk-umgebung mit Geräte- und Websitegruppen abbildet. Rechts daneben die Proben- beziehungsweise Überprüfungsliste, gewissermaßen der Detailbereich, der ausgeführte Monitore abhängig vom in der Baumstruktur selektierten Objekt anzeigt. Unten zeigt das Programm Protokolle und Inventurstatistiken. Am oberen Fensterrand gibt es noch die für Windows-Applikationen typische Menüzeile.