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Software Defined Datacenter: Die Transformation des Rechenzentrums

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Wachstumssegment SDDC und HCI

Mit traditioneller Hardware und Infrastruktur für das Rechenzentrum lassen sich solche denkenden und lernenden Systeme nicht realisieren. HCI-Lösungen und softwaredefinierte Ansätze kommen hier zum Tragen.

Laut Daten der Experten vom IT-Marktforschungsunternehmen IDC lagen die Ausgaben für die Anschaffung von traditioneller Hardware (Mainframes und Server-Einzelteile) im Jahr 2016 weltweit bei 69 Milliarden US-Dollar (ca. 58,4 Milliarden Euro). Damit haben Organisationen mit weitem Abstand am stärksten in herkömmliche Lösungen und Komponenten für das Rechenzentrum investiert.

Bei den konvergenten Systemen lagen die Investitionen bei weltweit zehn Milliarden (ca. 8,46 Milliarden Euro); die Ausgaben für Hyperconverged Systems (zwei Milliarden US-Dollar / ca. 1,69 Milliarden Euro) und das Software Defined Datacenter (sechs Milliarden US-Dollar / ca. 5,08 Milliarden Euro) fielen noch einmal geringer aus.

Beim Blick auf die prognostizierten Wachstumsraten bis 2020 wird jedoch die wachsende Bedeutung von Software Defined Infrastructure für den Markt für Rechenzentrumslösungen deutlich: Die Investitionen in traditionelle Hardware wachsen zwar weiterhin moderat um 4,6 Prozent, und die Investitionen in konvergente Systeme legen um 5,2 Prozent zu. Hingegen werden aber die Investitionen für Hyperconverged Systems und das Software Defined Datacenter um 31 beziehungsweise 36 Prozent rasant ansteigen.

Flexibilität bei der Wahl der Hersteller

Ein anderer großer Vorteil von Software Defined Infrastructure für IT-Organisationen ist die wachsende Herstellerunabhängigkeit. Eine große Zahl von Herstellern entwickelt Server-, Storage-, Networking- und Software-Produkte und Dienste, die gut zusammenarbeiten: Von Lenovo und VMware bis Nextena und Cloudian.

IT-Organisationen haben so eine große Auswahl an Rechenzentrumsbausteinen, mit denen sie ihre IT-Infrastruktur zusammenstellen, automatisieren und skalieren können. Wichtig ist dabei, bereits heute ein Fundament zu legen, das dieser Entwicklung Rechnung tragen kann. Damit IT-Manager ihre Organisation zu einem automatisierten, digitalisierten und hocheffizienten Unternehmen entwickeln können, das schnell reagieren und sich auf neue Anforderungen einstellen kann.

Stefan Wiechers ist Solution Architect bei Lenovo